Presseblog

27. Aug | Deutschland | Kuba | Politik

Probleme mit den Castros

Kleine politische Familienlehre am Beispiel Kubas

Wenn politische Macht in der Familie weitergegeben wird, hat das manchmal einen schalen Beigeschmack. … weiter >

Massaker bei Spiegel-Online

Gestern veröffentlichte Spiegel-Online in seiner Video-Sektion einen Film vom kolumbianischen Militär.

Zu sehen ist eine Flusslandschaft in der Dämmerung. Ein kleines Motorboot mit fünf Personen fährt in das Bild. Plötzlich peitschen von allen Seiten Schüsse auf das Gefährt. Die Insassen versuchen sich durch einen Sprung ins Wasser zu retten, das Boot brennt. In der nächsten Szene liegen verrenkte Leichen am Flussufer.  … weiter >

Meine Güte, liebe taz-Redaktion

Anmerkungen zum taz-Blog, Geert Wilders und Rudi Dutschke

Lustiges hatte dieser Tage Euer Blog der "tageszeitung" (taz) zu bieten. Autor Falk Medeja – dessen Blogbeiträge mit Begriffen wie "Adolf Hitler", "Erektionspillen", "Furzen" oder "Tier-Sex" verschlagwortet sind – widmete sich Südamerika. Das las sich dann so: … weiter >

Dumb Talk im Deutschlandfunk

Sendung "Eine Welt" tut sich schwer mit der Situation venezolanischer Medien

Es gibt wenige Themen, die so verzerrt wiedergegeben werden, wie die Situation der Medien in Venezuela. Jüngstes Beispiel nach den Fehltritten in Frankfurter Rundschau und der Berliner taz ist der Deutschlandfunk. Im Beitrag "Unter der Kuratel. … weiter >

23. Jul | Venezuela | Medien

taz sieht nur Realität der Rechten

Leserbrief zu "TV-Verstaatlichung in Venezuela - Nur noch Chávezovisión?" (taz – die tageszeitung, 22.07.2010)

Da hat Jürgen Vogt wieder zugeschlagen... Keine Ahnung von der Materie, aber schön aus allen rechten Medien die Propaganda abschreiben.

Globovisión ist keineswegs der einzige Oppositionssender in Venezuela, wie Vogt schreibt. Nach wie vor sind etwa 80 Prozent des Sendespektrums in den Händen kommerzieller Oppositionssender. Da hätte es genügt sich mit dem "Venezolanischen Medienobservatorium" in Kontakt zu setzen (im Übrigen eine Initiative von Le Monde Diplomatique). … weiter >

21. Jul | Deutschland | Medien

"Junge Welt": Warnlicht auch verpasst

Über die Notwendigkeit von Quellen- und Selbstkritik der linken Presse

Für große Resonanz sorgte Anfang Juli eine Buchrezension der linken Tageszeitung Neues Deutschland. Ein freier Mitarbeiter, der in der Regel für konservative Blätter wie die Schweizer NZZ schreibt, hatte sich äußerst negativ zu Kuba geäußert. Verständlicherweise hagelte (und hagelt) es Proteste. … weiter >

20. Jul | Deutschland | Kuba | Medien | Politik

Differenziertes Kuba-Bild – mit Lücken

Ein lesenswerter Beitrag aus der Friedrich-Ebert-Stiftung

Im deutschsprachigen Raum gibt es selten lesenswerte Artikel über Kuba. Hierzu gehört nun der gerade erschienene Aufsatz "Kuba: Wie der tropische Sozialismus sein eigenes Erbe riskiert" in einer Fachzeitschrift der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung (Internationale Politik und Gesellschaft, Heft 3 / 2010). … weiter >

8. Jul | Venezuela | Medien

Propagandshow in der FR

Leserbrief zu "Medien in Venezuela - Drei Fragen an den Präsidenten" (Frankfurt Rundschau, 05.07.2010)

Nachdem in den internationalen Medien von Mexiko berichtet wird, es sei das gefährlichste Land für Journalisten, da in diesem Jahr schon über 40 ermordet wurden, oder von Honduras, wo die von der Friedrich-Naumann-Stiftung organisierte Wahldiktatur noch jede Woche Oppositionelle und Journalisten ermorden lässt, konzentriert sich die FR lieber auf Venezuela und lässt dazu einen ahnungslosen Schüler schreiben. … weiter >

7. Jul | Schweiz | Medien

Propagandaopfer des Tages: Schweizer Tagesanzeiger

Schweizer Zeitung läßt kubanischen Regierungsgegner vorsorglich schon einmal sterben

Als in Kuba Ende Februar der Strafgefangene Orlando Zapata an den Folgen eines mehrwöchigen Hungerstreiks starb, sprach der kubanische Journalist Enrique Ubieta von einem „ekelhaften Schauspiel“. Wer, so fragte Ubieta, habe Zapata zu seiner selbstmörderischen Haltung ermutigt? Wem hat sein Tod genutzt?  … weiter >

6. Jul | Deutschland | Medien

ND und Kuba: Warnlampen übersehen

Stellungnahme der Chefredaktion zum Artikel "Ein Universum – dann leider nur ein Weltbild" (ND vom 3./4.7.)

Zum Galeano-Artikel von Uwe Stolzmann erhielten wir mehrere Anrufe und (...) Leserbriefe (...).

Die Kritik ist berechtigt, sie wurde auch bei unserer redaktionsinternen Zeitungsauswertung geübt: Dieser Artikel hätte so nicht in ND erscheinen dürfen. Er konterkariert mit zwei haltlos flapsigen, bösartigen Attributen die gesamte kritisch-solidarische Auseinandersetzung, um die unsere Zeitung sich bemüht. … weiter >

4. Jul | Deutschland | Medien

Zwei Geisterfahrer im ND-Feuilleton

Ein NZZ-Autor und ein später "Republikflüchtling" finden sich

Würde man die folgenden Zeilen in einer Rezension in der FAZ oder NZZ lesen, würde man seinen Kopf schütteln, sich jedoch nicht weiter wundern. Passen diese Zeilen doch in das ideologische Weltbild der bürgerlichen Presseorgane. Liest man sie jedoch in der "Großen unter den Linken", einer Zeitung, die sich selbst als "sozialistische Tageszeitung" versteht, dann scheint etwas in dieser Redaktion falsch zu laufen. … weiter >

4. Jul | Deutschland | Medien

ND jetzt bei Springer?

Wie wird Che Guevara in einer sozialistischen Zeitung zum "Henker von Havanna"?

Sehr geehrte Redaktion,

sehr geehrter Chefredakteur,

gerne habe ich, vor allem am Wochenende, das ND gekauft, nicht zuletzt deshalb weil ich Linkswähler bin. Was ich aber in der letzten Ausgabe von Uwe Stolzmann lesen musste, lässt mich daran zweifeln, dass ich es auch in Zukunft tue.

Hat der Springerverlag mittlerweile das ND übernommen?

Der "Diktator Fidel Castro", "Venezuelas Regent Hugo Chávez", "Che, der Henker von Havanna" usw. usf. Wer hat den diesen Typ von der Rolle gelassen? Das Pentagon? Dreist, dreist, dreist. … weiter >

1. Jul | Deutschland | Medien | Politik

Konjunkturelle Fragen

Zeitung "junge Welt" stellt Fragen über Zeit nach dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Ein Autor der deutschen Tageszeitung „junge Welt“ sieht die politischen Rechtskräfte in Lateinamerika auf dem Vormarsch. Nach einem aus verschiedenen – meist relevanten – Quellen zusammengetragen Text kommt er zu dem Schluss: "Mal sehen, wie lang unter diesen Umständen das konjunkturelle Lateinamerikainteresse mancher Linkspartei oder Internetplattform in Europa anhält." … weiter >

4. Mai | Amerikas | Kolumbien | Politik

Kritik an Reporter ohne Grenzen

Organisation behält bekannte Einseitigkeit bei Auflistung der "Feinde der Pressefreiheit" bei

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RoG) kürt wieder einmal die "Feinde der Pressefreiheit". Schon in der Vergangenheit sind Nichtregierungsorganisationen wie RoG oder die US-amerikanische Human Rights vor allem durch Attacken auf progressive Regierungen aufgefallen, während sie sich gegenüber massiven Menschenrechtsverletzungen von engen Verbündeten des Westens wie Kolumbien, Mexiko und der Türkei sehr zurückhaltend äußerten. … weiter >

Demokratische Opposition?

Ein weiteres Kapitel über den Umgang der Medien mit der Chávez-Regierung

Während die demokratisch gewählte und mehrfach eindeutig bestätigte Chávez-Regierung hierzulande in den Massenmedien immer wieder als "diktatorisch" gebrandmarkt wird, wird über die Opposition gegen Präsident Hugo Chávez meist positiv berichtet – sie wird als die demokratische Alternative zur verhassten Linksregierung präsentiert. Die Nachrichtenagentur American Press (AP) treibt diese Tendenz in einer AP-Meldung vom Morgen des 26. April mit plumper Falschberichterstattung auf die Spitze:

Die Opposition in Venezuela will mit einem gemeinsamen Bündnis in die Parlamentswahl am 26.