Wie wird Che Guevara in einer sozialistischen Zeitung zum "Henker von Havanna"?
Sehr geehrte Redaktion,
sehr geehrter Chefredakteur,
gerne habe ich, vor allem am Wochenende, das ND gekauft, nicht zuletzt deshalb weil ich Linkswähler bin. Was ich aber in der letzten Ausgabe von Uwe Stolzmann lesen musste, lässt mich daran zweifeln, dass ich es auch in Zukunft tue.
Hat der Springerverlag mittlerweile das ND übernommen?
Der "Diktator Fidel Castro", "Venezuelas Regent Hugo Chávez", "Che, der Henker von Havanna" usw. usf. Wer hat den diesen Typ von der Rolle gelassen? Das Pentagon? Dreist, dreist, dreist.
Ihr habt mir wirklich das Wochenende erfolgreich verdorben und ich stelle mir die Frage, ob ich Geld dafür ausgeben soll, mir platte und platteste rechtsextreme Polemik reinzuziehen. Hat das ND das Ziel endgültig aufgegeben eine linke Zeitung zu sein? Dann bleibt wirklich nur noch die jW. Ich würde es bedauern. Für die nächste Zeit ist das ND für mich gestorben.
Mit freundlichen Grüßen
Albert Köstler
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autoren.



Kommentare
Komentar zum Artikel von Herr Koestler
Leider wird es auch in Europa leicht gemacht. Links - Gut, Rechts - Schlecht. Es braucht nicht viel Inteligenz so zu denken. Unser President Herr Hugo Chavez denkt auch so einfach. Chavista - Gut und Wahrheit, Opposition - Schlecht und Luege.
Ich bin Schweizer und wohne seit 1996 in Venezuela und ich denke dass ich politisch neutral bin aber was hier geschieht ist eine Sauerei die von Europa und der USA geduldet wird solange noch Oel fliesst. Es gibt viele Dicke hier aber die meisten sind Unterernaehrt weil sie sich nicht gesund ernaehren koennen. Es ist zu teuer.
Herr Koestler kommen sie doch einmal nach Venezuela und nach Kuba und schauen sie sich dieses Desaster einmal an. Das einzige das gut funktioniert ist die Kriminalitaet und die Korruption. Nur mit Quatschen kann man keine Probleme loesen.
Max Montigel
Unterernaehrt Dicke im Desaster
'Das einzige das gut funktioniert ist die Kriminalitaet und die Korruption.'
...und gott sei Dank, habe diese auch ein schweizer Bankkonto, ;-)
nicht war Herr Schweitzer!
und Danke dass Sie uns zeigen wie gut und schlecht funktioniert. Was machen Sie eigentlich Beruflich und wie schlecht ernähren Sie sich denn? Sind Sie auch ein 'Unterernaehrt Dicke'?
Armut und Vorbild Venezuela
'hat Venezuela einige der "Milleniumsziele" der Vereinten Nationen bereits erfüllt. So sei die Zahl der Menschen in Armut von 49 Prozent im Jahr 1998 auf 23 Prozent Ende 2009 gesunken. Im selben Zeitraum sei der Anteil der Menschen in extremer Armut von 21 Prozent auf nur noch sechs Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit, die nach der "Erdölsabotage" in den Jahren nach dem versuchten Putsch gegen Präsident Hugo Chávez zeitweise auf über 19 Prozent gestiegen war, befand sich Ende 2009 nur noch bei knapp sieben Prozent.' :aus amerika 21
Ihr Kommentar zu meinem Kommentar
Die Geschichten, wie gut es den VenezolanerInnen vor Chavez ging und wie schlecht es ihnen heute geht, diese Geschichten werden von den Putschmedien in Venezuela tagtäglich ausgebreitet, nur glaubt ihnen keiner vor Ort (ausser den Angehörigen der Oberschicht, die sich ausschliesslich von diesen Medien "ernähren" und denen diese Medien gehören).
Es wäre schade um die Buchstaben darauf einzugehen. Der Mehrzahl der VenezolanerInnen geht es heute in allen Lebensbereichen besser als vor Chavez.
Ich verweise auf nachfolgenden Artikel, der heute erschien:
http://amerika21.de/nachrichten/2010/07/3095/venezuela-milleniumsziele
alternativ über die wirtsch. Entwicklung der letzten Jahre:
http://www.venezuela-avanza-muenchen.de/hintergruende.html
Goebbels meinte einmal, man müsste eine Lüge nur oft genug wiederholen, bis sie zur Wahrheit wird. - Dies ist das Motto der rechten Medien in Venezuela.
Albert Köstler