24. Okt 2007 | Deutschland | Südamerika | Politik

Wer hat Angst vor der Bank des Südens?

Es ist die "rote Heidi"

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Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sieht durch die Gründung der Bank des Südens soziale und ökologische Standards gefährdet, die sie ausgerechnet durch internationale Finanzinstitutionen wie IWF und Weltbank gewahrt sieht. "Meine Befürchtung ist, dass Standards und Safeguards insbesondere für große Infrastrukturinvestitionen im Umwelt- oder sozialen Bereich möglicherweise gelockert oder missachtet werden", sagte sie dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel.

Die Ministerin räumt ein, dass das Anliegen, mehr Mitsprache und Autonomie im internationalen und regionalen Finanzsystem zu erlangen, "legitim" sei. Deshalb sei die Gründung der Bank des Südens durch Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Paraguay, Uruguay, Venezuela und möglicherweise Kolumbien zu begrüßen. Zugleich akzeptierte sie aber den Hauptgrund für die neue Institution nicht und sprach vom "behaupteten angeblichen 'Diktat' der internationalen Finanzinstitutionen".

Nahezu alle lateinamerikanischen Länder haben jedoch ihre bitteren Erfahrungen mit dem "behaupteten angeblichen" Diktat von IWF und Weltbank machen müssen, das nicht nur zu einer massiven Zunahme der Verelendung geführt hatte, sondern auch Unruhen und Aufstände der ausgebeuteten Bevölkerung provozierte.

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