13. Nov 2008 | Kolumbien | Österreich | Venezuela | Medien

Korrigierter Standard

Doch keine venezolanischen Armeestützpunkte an der Grenze zu Kolumbien

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Eines der Hauptargumente gegen Venezuelas Regierung in der europäischen Presse ist deren Militärpolitik. Mit Hilfe der russischen Rüstungsindustrie wurden unter Präsident Hugo Chávez die Bestände an Schnellfeuerwaffen erneuert, Kampfflugzeuge wurden in Moskau erworben.

Die Kritik daran unterstützte indirekt auch eine Meldung der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Das Blatt hatte am Montag unter Rückgriff auf Texte der Agenturen AP und APA zunächst berichtet, Venezuela plane Armeestützpunkte an der Grenze zu Kolumbien. Eine nicht unspektakuläre Nachricht, schließlich war es wegen der aggressiven Militärpolitik der dortigen Staatsführung unter Präsident Alvaro Uribe in den vergangenen Wochen und Monaten zu Spannungen mit Anrainern gekommen.

Auf den zweiten Blick dann erwies sich die Meldung nicht nur als weniger unspektakulär, sondern gar als falsch. Bereits am Tag vor der Publikation im Standard hatte Venezuela Innen- und Justizminister die zu nächst spanischersprachen Berichte über die vermeintlichen Militärbasen dementiert. Berichtet hatte darüber unter anderem die staatliche venezolanische Presseagentur ABN. Die Leser des Standard erfuhren darüber zunächst nichts.

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Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Postings dann hat der Standard den Eintrag geändert. An der Stelle der falschen Meldung steht nun eine Zusammenfassung des News-Textes von amerika21.de, gezeichnet mit "red" (Redaktion). Amerika21.de nutzt die Gelegenheit, die Kollegen in Wien zu grüßen. Nächstes Mal würden wir uns auch über unsere Nennung freuen :)

Wie uns ein Kollege aus der Berliner Redaktion dieser Agentur wissen ließ, berichtet der spanische Dienst der dpa nach wie vor falsch. Dort heißt es:


So, 09.11.2008, 17:45 Venezuela instalará cinco bases militares en frontera con Colombia Caracas, 9 nov (dpa) - El gobierno venezolano informó hoy que instalará cinco nuevas bases militares en la frontera con Colombia para intensificar la lucha contra el tráfico de drogas, los secuestros y la actividad de los paramilitares. El ministro del Interior, Tarek El Aissami, anunció que las bases serán colocadas en la frontera norte que abarca la Sierra de Perijá, en el estado de Zulia, como parte de un plan nacional de defensa. (...)

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