6. Feb 2010 | Bolivien | Deutschland | Venezuela | Medien

Springer will den Umsturz

Wie bei in der BILD-Zeitung aus einer "Situation" ein "politischer Umsturz" in Venezuela und Bolivien wurde

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Wir waren schon etwas erstaunt: Gestern noch sah man die US-Schauspielerin Jessica Alba in der von James Cameron produzierten Serie "Dark Angel" gegen das Böse kämpfen. Und nun will die 28-jährige Kalifornierin einen "politischen Umsturz in Venezuela und Bolivien" inszenieren?

Das zumindest vermeldete die BILD-Zeitung unlängst in ihrem "Unterhaltungs-Telegramm".

BILD lässt die Schauspielerin sagen: "Da ist eine ganze Welt, die noch nicht genügend beleuchtet worden ist, und ich möchte dabei sein – Gewalt an der mexikanischen Grenze, politischer Umsturz in Venezuela und Bolivien und der Drogenhandel in Kolumbien."

Wir haben nun mal eben nachgesehen – und entdeckten Erstaunliches.

BILD beruft sich auf das britische Boulevard-Blatt "Daily Star". Dort spricht Alba von einem "political upheaval" in den beiden südamerikanischen Staaten, was sowohl Umbruch, im Sinne eines Veränderungsprozesses, als auch den konkreten Umsturz bedeuten kann.

Das Originalinterview aber stammt aus der Glamourzeitschrift "Siempre Mujer". Dort schildert Alba ihr Vorhaben, Spanisch zu lernen. In dem besagten Passus begründet sie dieses Projekt mit den für sie spannenden Themen in Lateinamerika. Die spanische Nachrichtenagentur EFE hat den Originalsatz in indirekter Rede zitiert. Dort ist aber nur noch von der "politischen Situation" die Rede.

Von der "Situation in Venezuela und Bolivien" wurde der "politische Umsturz in Venezuela und Bolivien". Springer bleibt sich treu.

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