Yasuní - Schutz des ecuadorianischen Regenwalds

Das innovative Klimaschutzprojekt soll Emissionen verhindern sowie Menschen und Biodiversität schützen

Die Yasuní-ITT-Initiative ist ein ecuadorianisches Klimaschutzprojekt und wurde zum Schutz des Yasuní Nationalpark ins Leben gerufen. 2010 unterzeichnete Ecuador ein Abkommen mit dem UNDP, dem Programm der Vereinten Nationen für Entwicklung, in dem es sich für eine unbegrenzte Zeit verpflichtet, die Ölreserven aus dem ITT-Feld innerhalb des Nationalparks nicht zu fördern. Dazu wurde bis Dezember 2011 ein Fonds eingerichtet, der einen Wert von 100 Millionen US-Dollar hat. Dieser Fond soll in den nächsten 13 Jahren mindestens die Hälfte des Betrags erreichen, den Ecuador durch die Ölförderung einnehmen würde. Das wären nach Schätzungen ca. 3,6 Milliarden US Dollar.

So soll Ecuador einen Ausgleich für die entfallenen Einnahmen erhalten und gleichzeitig bereits ausgebeutete Umweltressourcen kompensieren können. Experten schätzen, dass mit dem Verzicht auf 846 Millionen Barrell Öl auch die Emission von 407 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausbleiben würde. Somit sollen beim Erfolg des Projektes nicht nur die dort ansässigen Menschen und die reichhaltige Biodiversität des Nationalparks geschützt, sondern auch Emissionen verhindert werden. Die UNO gibt dabei die Garantie, dass der Fonds ausschließlich für die Ziele des Projekts verwendet wird.

Nachdem die im deutschen Bundestag vertretenden Parteien 2008 dem Projekt allesamt positiv gegenüber standen, lehnte die schwarz-gelbe Koalition die Zahlung von jährlich etwa 50 Millionen US-Dollar ab. Entwicklungsminister Dirk Niebel ist gegen den Treuhandfonds und so wurde Ende 2011 lediglich beschlossen, 34,5 Millionen Euro den Etats des Entwicklungsministeriums und des des Umweltministeriums zunächst einmalig zur Verfügung zu stellen.

2012 will Ecuador weitere 291 Millionen Dollar für das Projekt sammeln und hofft auf die Modellwirkung der Initiative.

Weblinks:
Yasuni-itt.gob.ec - Offizielle Website der ecuadorianischen Regierung
Yasuni-ITT.de - Deutsche Website zum Projekt
Saveyasuni - Website des BUND und anderen Umweltschutzorganisationen
Yasuni-Treuhandfonds

Ecuador akzeptiert deutsches Angebot für Yasuní-Schutz

Berlin/Quito. Deutschland und Ecuador werden beim Schutz des Yasuní-Nationalparks zusammenarbeiten. Dies teilte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) in einer Pressemitteilung mit. … weiter >

30. Mär | Deutschland | Ecuador | Politik | Umwelt

Ecuador will weiter mit Deutschland wegen Yasuní-Schutz verhandeln

Berlin/Quito. Die Regierung Ecuadors hat nach Worten ihres Botschafters in Deutschland die Angebote der Bundesregierung zur Zusammenarbeit beim Schutz des Yasuní-Nationalparks zu keinem Zeitpunkt abgelehnt. Laut Botschafter Jorge Jurado wolle sein Land weiterhin mit der Bundesrepublik im Bereich der Entwicklungspolitik zusammenarbeiten. … weiter >

30. Jan | Deutschland | Ecuador | Politik | Umwelt

Verband Naturfreunde begrüßt deutschen Beitrag für Yasuní

Logo der Naturfreunde Deutschlands

Berlin/Quito. Die Umweltschutzorganisation Naturfreunde Deutschlands hat die angekündigte Bereitstellung von 34,5 Millionen Euro für die Rettung des ecuadorianischen Yasuní-Nationalparks begrüßt. "Der Widerstand der letzten Monate hat sich gelohnt", so Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand. … weiter >

Ecuador will dieses Jahr 291 Millionen Dollar für Yasuní sammeln

Quito. Die ecuadorianische Regierung will im Jahr 2012 insgesamt 291 Millionen Dollar für die Yasuní-ITT-Initiative sammeln. … weiter >

5. Jan | Ecuador | Politik | Umwelt | Wirtschaft

Ecuador: Urteil gegen Chevron bestätigt

Die giftigen Hinterlassenschaften der Ölförderung in Ecuador

US-Ölkonzern soll 18 Milliarden Entschädigung zahlen. Unternehmen beschuldigt Justiz. Betroffene sehen Beweis für massive Umweltzerstörung

Lago Agrio, Ecuador. Der US-Ölkonzern Chevron muss 18 Milliarden Dollar Entschädigung für die massive Zerstörung der Umwelt im ecuadorianischen Regenwald zahlen. … weiter >

22. Dez 2011 | Ecuador | USA | Politik | Soziale Bewegungen | Umwelt

Schmutziges Geld aus den USA für Yasuní?

Quito. Die Beauftragte der ecuadorianischen Regierung für die Yasuní-Initiative, Ivonne Baki, hat einem Medienbericht zufolge dem US-Unternehmen Chevron-Texaco den Erlass einer milliardenschweren Strafzahlung in Aussicht gestellt. … weiter >

Ecuador erwartet aus Deutschland "nicht rückzahlbare Mittel" für Yasuní

Berlin/Quito. Für die ecuadorianische Botschaft in Deutschland wird der deutsche Beitrag für das Klimaschutzprojekt Yasuní-ITT Teil der "nicht rückzahlbaren technischen Zusammenarbeit" sein. … weiter >

Niebel zweifelt an Aussage Ecuadors zu Yasuní

Protest gegen Dirk Niebel in Heidelberg

Berlin/Heidelberg. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bleibt bei seiner Ablehnung des UNO-Treuhandfonds für die ecuadorianische Klimaschutzinitiative Yasuní-ITT. … weiter >

12. Dez 2011 | Deutschland | Ecuador | Politik | Umwelt

Ecuador: Etappenziel für Yasuní erreicht

Logo der Yasuní-ITT-Initiative

100 Millionen Dollar für Schutz des Regenwaldes sind zugesagt. Auch Gelder aus Deutschland einbezogen. Niebel bekommt in Heidelberg "schwarzen Teppich"

Quito. Die ersten 100 Millionen US-Dollar für das ecuadorianische Klimaschutzprojekt Yasuní-ITT sind zugesagt worden. … weiter >

7. Dez 2011 | Ecuador | Politik | Umwelt

Ecuador: Yasuní-Projekt einziger konkreter Vorschlag in Durban

Durban. Nach Ansicht der ecuadorianischen Regierung ist das Yasuní-ITT-Projekt der einzige konkrete Vorschlag auf dem Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban. … weiter >

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen