22. Aug 2010 | Ecuador | Politik

Abwahlreferendum gegen Correa

DruckversionEinem Freund senden

Quito. Am Montag vergangener Woche reichten Vertreter der Opposition in Ecuador einen Antrag zur Durchführung eines Referendums ein, mit dem Präsident Rafael Correa zur Hälfte seiner Amtszeit vorzeitig abgelöst werden soll. Die Initiative wird vom oppositionellen Präsidentschaftsanwärter und ehemaligen Fernsehmoderator Carlos Vera geleitet. Für die Durchführung des Referendums benötigt die Initiative 15 Prozent der Wählerstimmen. Mit der Vorerhebung ist nun der Nationale Wahlrat betraut.

Mit dem bisherigen Stand der politischen Verhältnisse hat die Opposition zwar eine Chance, die Durchführung des Referendums zu erreichen, eine Abwahl von Correa gilt jedoch als extrem unwahrscheinlich. Der amtierende Präsident kann auf Zustimmungsraten von mehr als 70 Prozent verweisen. Auch der Direktor der Fakultät der lateinamerikanischen Sozialwissenschaften, Adrian Bonilla, sagt im Falle einer Volksbefragung einen "überwältigenden Sieg" für Correa voraus. Alle Umfrageinstitute seien sich darin einig, dass der Präsident über eine außerordentlich hohe Populärität verfüge. 

(mdan/ANDES)

()

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Referendum + Rafael Correa

25. Mai | Ecuador | USA | Politik

USA verhindern UNO-Reise von ecuadorianischer Ministerin

Ecuadors Ministerin Mireya Cárdenas neben Außenminister Ricardo Patiño (links)

Guayaquil. Ecuadors Präsident Rafael Correa hat am Dienstag bei einem Pressegespräch die USA für ihre Einreisepolitik kritisiert. … weiter >

Sechster "Amerika-Gipfel" scheitert an Streit um Kuba und Malwinen

Immerhin ein Gruppenfoto gab es am Ende

Cartagena, Kolumbien. Nach zwei Tagen heftiger Debatten und mehreren Eklats ist der sechste sogenannte Amerika-Gipfel am Sonntag ohne eine Abschlusserklärung zu Ende gegangen. … weiter >

Lateinamerika uneins in Syrien-Frage

Brasiliens Ex-Präsident Da Silva und Assad

ALBA-Staaten und Brasilien wenden sich gegen Intervention in Syrien. Rechte Regierungen in Chile und Mexiko stützen westliche Position gegen Assad

Caracas/Damaskus. Während in Syrien die Hoffnung auf die Einhaltung eines für den heutigen Dienstag ausgehandelten Waffenstillstands schwinden, dauern in Lateinamerika die Debatten … weiter >