10. Aug 2010 | Honduras | Politik | Soziale Bewegungen

Lehrerstreik in Honduras ausgeweitet

DruckversionEinem Freund senden

Tegucigalpa. Lehrergewerkschaften in Honduras haben am Montag ihren Streik auf das ganze Land ausgeweitet. Tausende Lehrer versammeln sich in der Hauptstadt Tegucigalpa. Damit wollen sie den Druck auf die Machthaber um den rechtsgerichteten Unternehmer Porfirio Lobo erhöhen, um Verhandlungen über ausstehende Zahlungen zu erreichen, so der Interessenvertreter Eduardo Casaña. Seit vergangenem Donnerstag sind die Lehrer auf der Straße und versuchen auch mit Straßenblockaden und Besetzungen ihre Rechte durchzusetzen. Die Regierung hat mittlerweile ein Einlenken signalisiert, lehnt jedoch Verhandlungen insbesondere über eine Lohnfortzahlung für die Streiktage weiter ab.

Unterdessen hat sich Ex-UNO-Botschafter Jorge Arturo Reina offenbar doch bereiterklärt, den Botschafterposten von Honduras bei der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) zu übernehmen, berichten regierungsnahe Medien einvernehmlich. Als Grund gab Reina an, dass die Regierung Lobo sich nun bereit erklärt habe, die Forderungen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zur Überwindung der "Krise der Demokratie in Honduras" umzusetzen. Dazu gehören ein politischer Dialog und die Herstellung von Bedingungen für eine Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya.(mgra/tsur,tri)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Gewerkschaften + UNASUR + Lehrer

Bolivianischer Gesundheitskonflikt kurz vor Lösung

La Paz. In Bolivien steht eine Lösung des Konflikts im Gesundheitssektor kurz bevor. Gesundheitsminister Martín Maturano ist optimistisch, dass sich sowohl mit dem seit fast zwei Monaten streikenden Krankenhauspersonal als auch mit dem Gewerkschaftsdachverband COB noch diese Woche eine Lösung finden lässt. … weiter >

Streiks der Gewerkschaften in Bolivien gehen weiter

La Paz. Der bolivianische Gewerkschaftverband COB (Central Obrera Boliviana) befindet sich seit Mittwoch dieser Woche erneut in einem 72-stündigen Generalstreik. Kritisiert werden die Streikenden dabei von zahlreichen Institutionen und Organisationen, die ihnen vorwerfen, während der Proteste auf zu radikale Mittel zurückzugreifen. … weiter >

Gewerkschaften in Bolivien streiken für mehr Lohn

Proteste des Verbandes COB

La Paz. Der bolivianische Gewerkschaftsdachverband COB hat zu einem landesweiten, 72-stündigen Generalstreik gegen die Regierung von Präsident Evo Morales aufgerufen, um Druck für höhere Löhne und Gehälter zu machen. Zudem kündigte der Verband ein Treffen sozialer Organisationen an, um die Möglichkeit eines weiteren, unbefristeten Generalstreiks zu beraten. … weiter >