13. Aug 2010 | Honduras | Politik

Bauernaktivistin gefoltert und ermordet

DruckversionEinem Freund senden

Tegucigalpa. Erneut ist in Honduras eine politische Aktivistin der Demokratiebewegung ermordet worden. Die Leiche von María Teresa Flores wurde am Mittwoch im zentral gelegenen Departement Comayagua gefunden, erklärte María Pérez von der Landarbeitergewerktschaft gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Die Leiche der Aktivistin des Koordinationsrates der Bauernorganisationen von Honduras (COCOCH) wies deutliche Folterspuren auf. Flores galt seit dem 7. August als vermisst. Carlos H. Reyes, Sprecher der Nationalen Front des Volkswiderstandes (FNRP) nannte den Tod der 52jährigen Mutter einen "politischen Mord" im Rahmen der Repression, die das Land seit dem Putsch im Juni 2009 durchlebt.

Die Morde an politischen Aktivisten haben in Honduras im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen. Auch Amnesty International hat wiederholt auf die wachsende Repression in dem zentralamerikanischen Land hingewiesen.

(jkue/PL)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Morde + Repression

Brasilien untersucht seine Vergangenheit

Szene während des Staatsstreichs in Brasilien 1964

Wahrheitskommission soll binnen zwei Jahren Staatsverbrechen aus über vier Jahrzehnten aufarbeiten. Starke Widerstände aus der Armee

Brasília. Brasiliens Wahrheitskommission, die unter anderem die Verbrechen während der Militärdiktatur (1964-1985) untersuchen soll, ist offiziell eingerichtet. … weiter >

Chilenisches Gericht spricht Mapuche frei

Im Gerichtssaal

Santiago de Chile. Ein Gericht im chilenischen Angol hat sieben Mitglieder der Mapuche-Volksgruppe aus Chequenco von den Vorwürfen freigesprochen, vor zwei Jahren einen Bombenanschlag auf ein Fahrzeug eines Forstunternehmens begangen zu haben. Das Fahrzeug war am 14. Juli 2010 von Unbekannten angegriffen worden. … weiter >

11. Mai | Peru | Militär | Politik

Verteidigungs- und Innenminister in Peru zurückgetreten

Artikel bei Telesur

Lima. Die Minister für Verteidigung und Inneres in Peru haben mit ihren Rücktritten auf massive Kritik von Medien und Menschenrechtsorganisationen reagiert. Alberto Otárola und Daniel Lozada werden schwere Fehler beim Kampf gegen die maoistische Guerillaorganisation Leuchtender Pfad und die Drogenkartelle des Landes vorgeworfen. … weiter >