20. Sep 2010 | Mexiko | Menschenrechte

Indigene stark von sozialer Ausgrenzung betroffen

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Mexiko-Stadt. Zum Internationalen Tag der indigenen Völker veröffentlichte das Observatorium für Gesellschaftspolitik und Menschenrechte (OPSDH) eine Mitteilung zur Situation der Indigenen in Mexiko. Darin stellt das Observatorium fest, dass die indigenen Gemeinden und Völker noch immer von Armut und Ausgrenzung betroffen seien. Die Indigenen repräsentieren zehn Prozent der mexikanischen Bevölkerung, aber 60 Prozent von ihnen leben in Gemeinden mit hoher oder sehr hoher Ausgrenzung. Die Gemeinden, in denen die Indexe für Bildung, Gesundheit und Familieneinkommen landesweit am niedrigsten sind, liegen in den Staaten Chiapas, Oaxaca und Guerrero.

Nach Angaben des Observatoriums haben die Indigenen keinen gleichermaßen garantierten Zugang zu Bildung. Ein deutliches Beispiel ist die Analphabetenrate. Während die der nicht-indigenen Bevölkerung 8,3 Prozent beträgt, erreicht der Analphabetismus bei den Indigenen bereits 25,5 Prozent. Dies drückt sich auch in der schulischen Situation der über 15-jährigen Indigenen aus. Nur 19 Prozent schließen die Grundschule ab und nur 16 Prozent die Mittelstufe.

(a21)

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