5. Okt 2010 | Venezuela | Wirtschaft

Venezuela verstaatlicht landwirtschaftlichen Zulieferbetrieb

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Caracas. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Montagabend ein Dekret zur Verstaatlichung des Unternehmens Agroisleña unterzeichnet. Der Zulieferbetrieb sei für die landwirtschaftliche Produktion und das Erreichen einer Nahrungsmittelsouveränität von zentraler Bedeutung, hatte er zuvor am Sonntag erklärt. Durch die Verstaatlichung des Unternehmens solle der in der Verfassung vorgesehene Ausbau der ökologischen Landwirtschaft vorangetrieben werden.

Dem transnationalen Unternehmen wurde unter anderem der Verstoß gegen Umweltrichtlinien, die Hortung von Samen zu Spekulationszwecken und der illegale Verkauf von Düngemitteln vorgeworfen. Er habe wie ein Oligopol funktioniert, was in der Verfassung ausdrücklich verboten ist.

Während die Opposition, der betroffene Konzern und private Unternehmer aus dem landwirtschaftlichen Bereich die Maßnahme kritisierten und Versorgungsengpässe in der Lebensmittelproduktion heraufbeschwörten, begrüßten Landarbeiterorganisationen wie die Bauernfront Ezequiel Zamora (FNCEZ) das Vorgehen der Regierung. Sie werfen dem Unternehmen vor, wie der für seine Monolpolstellung im Bereich gentechnisch veränderter Produkte bekannte Konzern Monsanto gehandelt zu haben.

(jkue/tsur/eluniv-ve)

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