11. Okt 2010 | Chile

Inhaftierte Mapuche beenden Hungerstreik

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Santiago de Chile. Nach weiteren Zugeständnissen der chilenischen Regierung haben die letzten zehn Mapuche am Wochenende ihren Hungerstreik aus „humanitären Gründen“ für beendet erklärt. Die Mehrheit der verbliebenen Protestler befand sich schon seit einiger Zeit im Krankenhaus. Knapp 30 andere eingesperrte Mapuche-Aktivisten hatten ihren Hungerstreik Anfang vergangener Woche beendet.

Der Hungerstreik hatte am 12. Juli begonnen. Die eingesperrten Aktivisten der Mapuche-Minderheit in Chile wendeten sich mit Ihrem Protest gegen die weiterhin gültigen Antiterrorgesetze aus der Pinochet-Diktatur (1973-1990). Auf deren Grundlage wurden sie bisher in Untersuchungshaft festgehalten und beklagen politische Verfolgung.

Vor einer Woche hatte der Großteil der Hungerstreikenden den Protest beendet, da die Regierung versprach, alle Anzeigen auf Basis der Antiterrorgesetzgebung in strafrechtliche Anzeigen umzuwandeln.  Ende vergangener Woche hatte Chiles Präsident Sebastián Piñera dann außerdem eine Verfassungsänderung in Aussicht gestellt. Er werde sich für die Anerkennung der Urbevölkerung in der Verfassung einsetzen, versprach Piñera.

(mgra/PL/taz)

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