12. Okt 2010 | Baskenland | Spanien | Venezuela | Politik

Venezolanische Staatsanwaltschaft untersucht Foltervorwürfe

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Caracas. Die Staatsanwaltschaft Venezuelas hat Untersuchungen im Fall Arturo Cubillas eingeleitet. Der Mitarbeiter des venezolanischen Landwirtschaftsministeriums wurde vergangene Woche vom spanischen Ermittlungsrichter Ismael Moreno als Kontaktmann zweier unter Verdacht der ETA-Mitgliedschaft festgenommenen Basken geführt. Seitdem handeln ihn internationale und venezolanische Medien als Terroristen, der unter Duldung der venezolanischen Regierung für ETA arbeite. Der Beschuldigte selbst forderte nun von der venezolanischen Staatsanwaltschaft, seine Rolle zu untersuchen. In Venezuela kann ein Beschuldigter Untersuchungen über Vorwürfe einfordern, die in der Öffentlichkeit gegen ihn gemacht werden.

Einerseits solle es darum gehen, seine vermeintlichen Kontakte zu ETA und zu den kolumbianischen FARC zu klären, heißt es in dem von Cubillas eingereichten Dokument. Andererseits soll die Staatsanwaltschaft untersuchen, ob die Aussagen gegen ihn unter Anwendung von Folter zustande gekommen sind. Die beiden Gefangenen Juan Carlos Besance und Xabier Atristain hatten nach fünf Tagen im spanischen Polizeigewahrsam ausgesagt, schwer gefoltert worden zu sein. In einem Interview mit dem multistaatlichen Fernsehsender Telesur wiederholte der Anwalt der beiden vermeintlichen ETA-Mitglieder, Aiert Larrarte, die Foltervorwürfe am Montag.

(jkue/tsur/gara)

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