23. Okt 2010 | Chile | Deutschland | Politik

Kritik an Festnahme bei Protest gegen Piñera

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Berlin. Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder der chilenischen Gemeinde in Deutschland haben gegen die Festnahme eines Demonstranten während des Besuches von Sebastián Piñera in Berlin protestiert. Der chilenische Präsident war am Freitag mit den Protesten konfrontiert, als er gemeinsam mit Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) das Brandenburger Tor durchschritt. Mehrere Dutzend Teilnehmer einer Mahnwache forderten dabei unter anderem die Freilassung der politischen Gefangenen der Mapuche-Volksgruppe und die Abschaffung eines so genannten Antiterrorgesetzes aus der Zeit der Pinochet-Diktatur (1973-1990).

Nach Informationen des in Berlin ansässigen Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika veranlassten Mitglieder der chilenischen Botschaft die Festnahme des gebürtigen Chilenen Fernando Galván. Dieser hatte ein Pappschild getragen, auf dem Piñera satirisch als Clown dargestellt war. Nach einer halben Stunde kam Galván wieder frei, das Plakat wurde von der Berliner Polizei beschlagnahmt. "Es ist unglaublich wie unfähig Funktionäre der chilenischen Regierung sind, Kritik zu ertragen", so Galván nach dem Zwischenfall.

(hneu/a21/FDCL)

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