3. Nov 2010 | Brasilien | Umwelt

Dürreperioden drohen Amazonien in Savanne zu verwandeln

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Brasilia. Angesichts der diesjährigen Dürre im Amazonasgebiet, mit den niedrigsten gemessenen Wasserständen der letzten 110 Jahre, befürchten Forscher, dass Amazonien zu einer Savannenlandschaft werden könnte. Dies berichten zwei Wissenschaftler der kolumbianischen Universidad Industrial de Santander und des brasilianischen Weltraumforschungsinstitut Inpe nach Angaben der Tageszeitung Folha de São Paulo. Der Wasserstand des Amazonas liegt derzeit bei der Hälfte der durchschnittlichen Wassermenge zu dieser Jahreszeit. Am Rio Negro ist der Pegelstand mittlerweile von normal 29,77 Meter auf 13,63 Meter gefallen. Die letzten großen Dürren im Amazonasgebiet waren 1998, 2005 und nun 2010. Die Forscher warnen, dass angesichts von Klimakrise, Abholzung und in Fünfjahresabständen wiederkehrender Dürre vor allem die im Südosten gelegenen Gebiete Amazoniens, also die brasilianischen Bundesstaaten Pará, Tocantins und Mato Grosso, von einer Regenwald- in eine Savannenzone austrocknen könnte. Bei einer 35-prozentigen Reduzierung der Niederschläge, wie sie derzeit gemessen wird, würde der trockene, amazonische Sommer sich auf vier Monate ausdehnen – und die Pflanzen- und Tierwelt in der Region dramatisch verändern.

(crus/folha)

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