23. Nov 2010 | Mexiko | Menschenrechte

Frauenmorde in Südmexiko dauern an

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Oaxaca-Stadt. Der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca bleibt ein gefährlicher Ort für Frauen. Der Bundesstaat hat die vierthöchste Rate an Frauenmorden in Mexiko und auch bei weiteren Formen von Gewalt an Frauen, sexuelle, physische und psychische, liegt er unter den ersten fünf Rängen. In elf der 31 Bundesstaaten Mexikos spricht man von "Feminizid", systematischen Frauenmorden. Oaxaca ist einer davon.

Das Kollektiv Huaxyacac, das aus verschiedenen Frauenorganisationen Oaxacas besteht, hat im Jahr 2004 begonnen, den Feminizid in Oaxaca zu dokumentieren. Da die zuständigen Institutionen keine offiziellen Zahlen bekannt geben, wurden entsprechende Zeitungsnotizen gesammelt und ausgewertet. Die Zahlen sind erschütternd. In den zwei untersuchten Jahren kam es zu 101 Morden an Frauen. Dabei stieg die Anzahl vom Jahr 2008 zum Jahr 2009 um 35 Prozent, ebenso die Fälle von sexueller Gewalt. In den letzten zwei Monaten kam es allein in der Mixteca, einer Region Oaxacas, zu fünf Ermordungen, wobei es sich bei den Tätern in allen Fällen um Familienmitglieder handelt: Ehemänner, Schwiegersöhne oder Väter. Die häusliche Gewalt ist die weitaus meist verbreitete und Oaxaca liegt auf erstem Rang nationalweit.

(chiapas.ch)

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