12. Jan 2011 | Kuba | Venezuela | Politik

Anklagevertreter rechnet mit Freilassung von Posada Carriles

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El Paso, USA. Der US-kubanische Anwalt José Pertierra geht im laufenden Verfahren gegen den ehemaligen CIA-Agenten und mutmaßlichen Terroristen Luis Posada Carriles in den USA von einer Freilassung des Angeklagten aus. Dies sei wahrscheinlich, weil der inzwischen 82-jährige nicht wegen Terrorismus angeklagt wurde, sondern lediglich wegen Vergehen gegen die US-Einwanderungsbestimmungen, heißt es in einer Meldung des spanischen Dienstes der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Darin wird Pertierra unter Bezug auf ein Interview im kubanischen Fernsehen zitiert: "Er hat jetzt eineinhalb Jahre im Gefängnis verbracht, und damit den Durchschnitt, der für solche Vergehen zu erwarten ist". Pertierra vertritt ein Auslieferungsgesuch Venezuelas vor Gericht.

Kuba und Venezuela beschuldigen Posada Carriles, Terroranschläge begangen zu haben. Das Gericht in den USA legt ihm jedoch lediglich zur Last, bei der Einreise falsche und unvollständige Angaben gemacht zu haben. Dazu Pertierra: "Einen Terroristen als Terroristen zu verurteilen, ist etwas anderes, als ihn als Lügner vor Gericht zu stellen".

Kuba und Venezuela haben wiederholt die Auslieferung von Posada Carriles gefordert, damit er wegen Terrorismus vor Gericht gestellt werden kann. Den USA werfen beide Staaten eine Doppelmoral vor. Während Washington Kuba und neuerdings auch Venezuela auf die Liste der Staaten setzt, die den Terrorismus unterstützen, würde Terrorismus gegen die sozialistische Regierung in Havanna gedeckt.

(ksac/dpa)

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