8. Apr 2011 | Mexiko | Menschenrechte | Militär | Politik

Proteste gegen Gewalt durch "Drogenkrieg" in Mexiko

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Mexiko-Stadt. Unter dem Motto "Es reicht – nicht einen toten Sohn mehr" fanden am Abend des 6. Aprils zeitgleich in rund 40 mexikanischen Städten Demonstrationen gegen die zunehmende Gewalt im sogenannten Drogenkrieg statt. Auslöser für Protest war die Ermordung von sieben Jugendlichen im Bundesstaat Morelos, darunter Juan Francisco Sicilia, Sohn des engagierten Dichters und Proceso-Kolumnisten Javier Sicilia. Die Umstände des Mordes an offensichtlich Unschuldigen sind noch nicht geklärt, allerdings berichteten Medien - unter ihnen auch die Zeitschrift Proceso -, es würden Sicherheitskräfte der Tat verdächtigt.

An der größten Demonstration, in Guernavaca, der Hauptstadt von Morelos, beteiligten sich über 50.000 Personen. Javier Sicilia verurteilt den seit vier Jahren andauernden Militäreinsatz im Innern und die damit einhergehende Brutalisierung des Konflikts.

Die Kundgebungen wurden initiiert von Künstlern, Intellektuellen und sozialen Organisationen. Sie unterschieden sich in ihrer differenzierten Kritik  wesentlich von früheren Mobilisierungen gegen Gewalt und Entführungen, welche  von rechtsgerichteten Gruppierungen und Unternehmerkreisen ausgingen.

(pger/proceso)

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