12. Mai 2011 | Brasilien | Politik | Wirtschaft

Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Rio droht Schließung

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Rio de Janeiro. Das Umweltministerium des Bundesstaates Rio de Janeiro hat wegen anhaltender Umweltbelastungen die laufenden Erweiterungsarbeiten am umstrittenen Stahlwerkkomplex CSA von Thyssen Krupp in Santa Cruz, rund 70 Kilomter westlich vom Stadtzentrum von Rio gelegen, am Mittwoch gestoppt. Dies berichten übereinstimmend mehrere brasilianische Medien am Mittwoch.

Damit darf der Bau der dritten Kokerei des auf eine anfängliche Jahresproduktion von fünf Millionen Tonnen Stahlbrammen ausgerichteten Stahlwerks zunächst nicht fortgesetzt werden. Der Umweltminister von Rio, Carlos Minc, sprach von "krassen Fehlern" in Planung, Betrieb und Durchführung seitens des Konzerns bei seinem knapp sechs Milliarden Euro teuren Stahlwerk.

Minc verlangte, dass der Konzern binnen Monatsfrist mit dem Bau der Einhausungsanlagen für die Notgruben für den Stahl zu beginnen habe, um ein weiteres Austreten von Staub zu verhindern. CSA müsse brasilianische Gesetze erfüllen oder, so Minc, "es wird geschlossen".

(crus/JB/Estadão)

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