18. Mai 2011 | Chile | Politik

Mapuche seit 65 Tagen im Hungerstreik

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Santiago de Chile. Vier Aktivisten der Mapuche-Minderheit in Chile, die zu 20 und 25 Jahren Haft verurteilt wurden, befinden sich seit nunmehr 65 Tagen im Hungerstreik. Sie wurden eines Attentats auf den chilenischen Staatsanwalt  Mario Elgueta beschuldigt. Héctor Llaitul, Ramón Llanquileo, José Huenuche und Jonathan Huillical haben bereits zwischen 16 und 20 Kilo abgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Púlsar berichtet, befinden sich die vier indigenen Gefangenen in einem sehr kritischen Gesundheitszustand. Ihre Körper konnten sich seit dem ersten Hungerstreik des vergangenen Jahres nicht erholen.

Der Verteidiger Llanquileos, Adolfo Montiel, bemängelt die unzureichende Qualität der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise. Die Anklage stütze sich allein auf die Aussage von einem der 36 anonymen Zeugen, so Montiel. Er habe seinen Mandanten nicht rechtmäßig verteidigen können, weil ihm verboten wurde, die anonymen Zeugen ins Kreuzverhör zu nehmen.

Die chilenische Gendarmerie hat unterdessen um eine Verlegung der Mapuche in ein Krankenhaus in Temuco gebeten, um dort den Strafvollzug fortzuführen.

(arod/púlsar)

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