21. Mai 2011 | Venezuela | Menschenrechte

Erneut Bauernaktivist in Venezuela ermordet

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Tucupita, Venezuela. In Venezuela ist erneut ein Bauernaktivist ermordet worden. Wie die Bauernfront Ezequiel Zamora (FNCEZ) auf ihrer Website berichtet, wurde Victor Bello am 16. Mai im östlichen Bundesstaat Delta Amacuro von zwei Unbekannten getötet. Vermutlich habe es sich um Auftragsmörder gehandelt, die Nachmittags in die Wohnung eingedrungen waren, in der sich Bello mit seiner Frau und seinem Kind befand. Victor Bello war Aktivist der Nationalen Agrarkoordination Ezequiel Zamora (CANEZ), die für eine Landreform kämpft. Nach Aussagen der FNCEZ hatte Bello vor etwa einem Jahr gemeinsam mit einer Gruppe von Leuten ein Landstück besetzt. Daraufhin sei er konstanten Morddrohungen durch die Großgrundbesitzer-Familien Vejerano und Marín ausgesetzt gewesen.

Auch Braulio Álvarez, linker Abgeordneter in der Nationalversammlung Venezuelas, beschuldigte die "Elite" aus Arbeitgeberverband, Landwirtschaftsvereinigung und Viehzüchtern, mit dem Mord in Verbindung zu stehen. Ihr Ziel sei es, ein "Klima der Unsicherheit" zu schaffen, um die Partizipation der Menschen einzudämmen. Es handele sich nun bereits um den sechsten ermordeten Bauernaktivisten in sechs Monaten, so Álvarez.

Erst im April wurden vier Aktivisten der FNCEZ umgebracht. Verschiedene Organisationen der Basisbewegung haben angesichts über 250 ermordeter Aktivisten seit der Verabschiedung des Gesetzes über die Landreform und weitgehender Straflosigkeit für die Täter zu einer Kampagne aufgerufen.

(jkue/fncez/un-ve)

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