2. Jun 2011 | Brasilien | Peru | Menschenrechte | Politik

Unkontaktierte Völker: Peru plant Schließung von Schutzzone

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Lima/Brasília. Nachdem im Februar Bilder eines unkontaktierten Volkes in Brasilien um die Welt gingen, ist nun das Leben dieser Gemeinschaft erneut in Gefahr. Die peruanische Regierung hat angekündigt ein anliegendes Schutzreservat zu schließen, welches das Gebiet des Volkes beschützt. Das berichtet die Indigenen- und Menschenrechtsorganisation Survival International in einer Pressemitteilung.

Die unkontaktierten Indianer leben in Brasilien, nahe der Grenze zu Peru. Das Murunahua-Reservat soll das Überleben unkontaktierter Völker in Peru schützen. Wegen illegaler Abholzung in dem Gebiet fliehen diese jedoch vermehrt über die Grenze nach Brasilien.

Nachdem Survival International die Fotos und Filmmaterial des unkontaktierten Volkes in Brasilien veröffentlichte, erklärte sich Peru nach Angaben der Organisation bereit, mit Brasilien zusammenzuarbeiten, um das Gebiet effektiver zu schützen. Nun hat Perus Ministerium für indigene Angelegenheiten (INDEPA) jedoch angekündigt, es wolle das Murunahua-Reservat ganz auflösen weil es "nicht daran glaube, dass unkontaktierte Menschen in dem Gebiet leben." Survival hat Perus Präsidentschaftskandidaten dazu aufgefordert, sofortige Maßnahmen zum Schutz der unkontaktierten Völker zu ergreifen.

(a21/survival)

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