10. Jun 2011 | Venezuela | Wirtschaft

Venezuela: Parlament stimmt höherer Staatsverschuldung zu

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Caracas. Die venezolanische Nationalversammlung hat am Donnerstag in zweiter Lesung ein Gesetz über zusätzliche Staatsverschuldung verabschiedet. Demnach darf die Regierung unter Präsident Hugo Chávez dieses Jahr insgesamt 97 Milliarden Bolívares (gut 22,5 Milliarden US-Dollar) neue Schulden aufnehmen. Die bisher gültige Obergrenze für die Neuverschuldung, die im vergangenen Dezember verabschiedet worden war, betrug 52 Milliarden Bolívares.

Chávez hatte vergangene Woche darum gebeten, die Obergrenze um 45 Milliarden Bolívares zu ehöhen, um unter anderem Wohnungen zu bauen, den Agrarsektor zu unterstützen und die Beschäftigungssituation zu verbessern.

Die Opposition übte scharfe Kritik an der steigenden Neuverschuldung, die bei einem derzeit hohen Erdölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel nicht gerechtfertigt sei. Die 68 oppositionellen Angeordneten stimmten geschlossen dagegen, während die 97 regierungsnahen Parlamentarier für das Gesetz votierten.

Laut der Zentralbank Venezuelas (BCV) ist die externe Verschuldung des Landes zwischen Ende 2008 und Anfang 2011 um 66 Prozent auf knapp 77,5 Mrd. US-Dollar gestiegen. Dies ist mit gut 20 Prozent des Brottoinlandsproduktes ein vergleichsweise niedriger Wert.

(tlam/un)

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