Nationale Proteste gegen den Drogenkrieg in Mexiko am Sonntag

DruckversionEinem Freund senden

Mexiko-Stadt. Die vom mexikanischen Journalisten Javier Sicilia initiierte Bewegung für einen Frieden mit Gerechtigkeit und Würde hat den Dialog mit den Abgeordneten des mexikanischen Parlaments abgebrochen, nachdem der Innenausschuss einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Nationalen Sicherheit verabschiedet hat. Damit würde die verfassungswidrige Strategie der Regierung im Rahmen des Krieges gegen die Drogenkriminalität weiter zementiert, ließ Sicilia verlauten. Zugleich rief er im Namen der Bewegung für den kommenden 14. August zu einer nationalen Mobilisierung gegen das geplante Gesetz auf.

Mit der am vergangenen Sonntag gestarteten Kampagne "Einen Peso für den Frieden" sollen der Aktionstag und eine Friedenskarawane in den südlichen Bundesstaaten finanziert werden. 

Auch im akademischen Bereich wächst die Unterstützung für eine Alternative zum Drogenkrieg von Staatschef Felipe Calderón. Am 7. August präsentierte José Narro Robles, der Rektor der Nationalen Autonomen Universität Méxikos, zusammen mit dem Präsidenten des Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofs und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens "30 Vorschläge, die sich an die politischen und sozialen Sektoren der Gesellschaft richten, um die Sicherheitsstrategie Mexikos zu korrigieren".

(pcla/narconews/jornada/pl)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Kriminalität + Repression + Drogen

Brasilien untersucht seine Vergangenheit

Szene während des Staatsstreichs in Brasilien 1964

Wahrheitskommission soll binnen zwei Jahren Staatsverbrechen aus über vier Jahrzehnten aufarbeiten. Starke Widerstände aus der Armee

Brasília. Brasiliens Wahrheitskommission, die unter anderem die Verbrechen während der Militärdiktatur (1964-1985) untersuchen soll, ist offiziell eingerichtet. … weiter >

Chilenisches Gericht spricht Mapuche frei

Im Gerichtssaal

Santiago de Chile. Ein Gericht im chilenischen Angol hat sieben Mitglieder der Mapuche-Volksgruppe aus Chequenco von den Vorwürfen freigesprochen, vor zwei Jahren einen Bombenanschlag auf ein Fahrzeug eines Forstunternehmens begangen zu haben. Das Fahrzeug war am 14. Juli 2010 von Unbekannten angegriffen worden. … weiter >

11. Mai | Peru | Militär | Politik

Verteidigungs- und Innenminister in Peru zurückgetreten

Artikel bei Telesur

Lima. Die Minister für Verteidigung und Inneres in Peru haben mit ihren Rücktritten auf massive Kritik von Medien und Menschenrechtsorganisationen reagiert. Alberto Otárola und Daniel Lozada werden schwere Fehler beim Kampf gegen die maoistische Guerillaorganisation Leuchtender Pfad und die Drogenkartelle des Landes vorgeworfen. … weiter >