14. Aug 2011 | Deutschland | Kuba | USA | Politik

Kuba-Gruppen prüfen Kampagne für PayPal-Boykott

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Berlin. Der deutsche Verein Netzwerk Cuba e.V., ein Zusammenschluss von gut 40 politischen und entwicklungspolitischen Kuba-Gruppen, unterstützt den Rechtsstreit von Online-Händlern gegen den Internet-Bezahldienst PayPal. Das zum US-Konzern eBay gehörende Unternehmen setze derzeit Dutzende von Firmen in Deutschland unter Druck, keine Waren mehr aus Kuba online anzubieten – oder keinen Service mehr zu erhalten, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Auch amerika21.de hatte mehrfach über das Vorgehen von PayPal gegen Händler berichtet.

"Wir fordern von PayPal, nicht länger als 'Online-Rambo' aufzutreten und die umgehende Einstellung bzw. Rücknahme der Zwangsmaßnahmen gegen Unternehmen", heißt es nun in einer Erklärung des Netzwerks Cuba: "Wir fordern von deutschen Institutionen die Beendigung der Anwendung der extraterritorialen US-Handelsblockade". Die Europäische Union müsse nun Bestimmungen gegen die US-Handelsblockade durchsetzen, die 1996 von Brüssel gegen die extraterritorialen Blockadegesetze erlassen wurden. Die Kuba-Gruppen wollen gleichsam "mit weiteren Organisationen und Bürgerinnen und Bürger eine Kampagne zum Boykott von PayPal prüfen, wenn das Unternehmen seine kubafeindlichen Aktivitäten nicht umgehend einstellt".

(a21/netzwerkcuba)

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