25. Aug 2011 | Libyen | Venezuela | Medien | Politik

Vertretung des Botschafters von Venezuela in Tripolis überfallen

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Tripolis/Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat während einer Pressekonferenz aus Anlass neuer Kooperationsvereinbarungen mit Russland am Mittwochnachmittag (Ortszeit) über einen "Überfall auf die Botschaft" des südamerikanischen Landes in der libyschen Hauptstadt Tripolis informiert. Die Information wurde ihm während der Konferenz offenbar aktuell zugereicht. Kurz zuvor hatte er erneut die andauernden Angriffe der NATO auf das nordafrikanische Land erneut kritisiert.

Wenig später berichtete der venezolanische Botschafter in Tripolis, Afif Tajeldine, in einem Telefongespräch mit dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur, dass Bewaffnete zur Residenz gekommen seien und sie komplett ausgeraubt hätten. Der Botschafter war zu dem Zeitpunkt nur mit einer Sicherheitsperson in der diplomatischen Vertretung. Sowohl der Botschafter als auch Chávez verurteilten den Angriff, der gegen internationales Recht verstoße. Demnach stehen Botschaften und Wohnräume von Diplomaten unter besonderem Schutz.

Indes appellierte Telesur in einem Kommuniqué an alle Seiten des Krieges in Libyen, die Freiheit der internationalen Medienvertreter zu respektieren. Unter den Korrespondenten, die in einem Hotel in Tripolis offenbar von Gaddafi-treuen Milizen festgesetzt worden waren, befanden sich auch Mitarbeiter des lateinamerikanischen Senders.

(ksac/avn/tsur)

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