7. Sep 2011 | Kolumbien | Medien | Menschenrechte

Kolumbien: Menschenrechtspreis für Hollman Morris

DruckversionEinem Freund senden

Nürnberg. Der kolumbianische Journalist Hollman Morris erhält den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2011. Morris berichtet seit 15 Jahren über Menschenrechtsverstöße in seiner Heimat und leitete die wöchentliche Fernsehsendung Contravía sowie für den internationalen Nachrichtensender Telesur. Er musste aufgrund seiner „journalistischen Anklagearbeit“ im vergangenen Jahr ins Ausland flüchten. sind Morris und seine Familie in den vergangenen zehn Jahren immer wieder angefeindet worden. Morddrohungen zwangen ihn, Kolumbien zu verlassen. Einige seiner Recherchen sorgten aber dafür, dass schwerwiegende Fälle von Menschenrechtsverletzungen nicht straflos blieben.

Der 42-Jährige Hollman Morris erhält die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Nürnberg, weil er „mit bewundernswertem Mut die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Kolumbien sichtbar macht und ihnen in seinen Fernsehsendungen eine Stimme gibt“, so die Begründung der internationalen Jury.

(mdan/Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis 2011)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Morddrohungen

19. Mai | Mexiko | Menschenrechte

Pater Solalinde verlässt Mexiko wegen Morddrohungen

Solalinde auf einer Demonstration

Mexiko-Stadt. Der katholische Priester Alejandro Solalinde Guerra wird Mexiko aus Sicherheitsgründen verlassen. Er werde vorübergehend abwesend sein, um sein Leben zu schützen, sagte der Aktivist gegenüber der Tageszeitung La Jornada. In den letzten zwei Monaten hatte Solainde nach eigenen Angaben sechs Morddrohungen erhalten. … weiter >

Morddrohungen gegen honduranische Journalistin und Menschenrechtlerin

Tegucigalpa. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat ihre Besorgnis angesichts von mehrfachen Todesdrohungen gegen eine honduranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin geäußert. Itsmania Pineda Platero, Leiterin der Menschenrechtsorganisation Xibalba hatte am 6., 8. und 9. Januar dieses Jahres insgesamt vier Todesdrohungen erhalten. … weiter >

21. Nov 2011 | Honduras | Medien

Erneut Drohungen gegen Journalisten in Honduras

"Es lebe die freie Presse": Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya

Morddrohungen gegen Mitarbeiter von Radio Uno und Radio Globo. Reporter ohne Grenzen kritisieren honduranische Regierung

Tegucigalpa. Laut Reporter ohne Grenzen ist es Anfang November wieder zu massiven Morddrohungen und Aggressionen gegen kritische Journalisten in Honduras  … weiter >