7. Sep 2011 | Libyen | Venezuela | Militär | Politik

Libyen-Krieg: Chávez fordert BRICS-Staaten zu "Gegenangriff" auf

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Caracas. Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat sich erneut mit deutlichen Worten gegen den andauernden Krieg in Libyen und die Intervention der NATO gewandt. Der linksgerichtete Politiker hatte sich von Beginn der Angriffe an gegen die Intervention ausgesprochen. Nun forderte er die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) sowie das linksgerichtete lateinamerikanische Bündnis ALBA auf, einen politischen "Gegenangriff" zu koordinieren. Dies sei notwendig, um die "Barbarei" des Krieges in Libyen zu beenden, so Chávez gegenüber dem staatlichen Fernsehkanal VTV: "Wir müssen nun zum Gegenangriff übergehen. Wir können dem nicht mit verschränkten Armen zusehen."

Auch plädierte der linksgerichtete Staatschef erneut für eine internationale Verhandlungsdelegation. Ein ähnlicher Vorstoß kam bereits im Februar – vor der NATO-Intervention – aus Caracas und war von den Gaddafi-Gegnern nicht beantwortet worden.

Den libyschen Staatschef Muammar Al-Gaddafi forderte Chávez zum Durchhalten auf. Dieser solle seine verbleibenden Kräfte mobilisieren, so Chávez, um zugleich einzuschränken: "Niemand weiß, wie viele Reserven er militärisch und politisch noch hat." Venezuela setze sich dafür ein, dass das Leben der libyschen Bevölkerung und Gaddafis respektiert werde "und dass dieser Irrsinn ein Ende findet", so Chávez.

(hneu/tsur)

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