17. Sep 2011 | Libyen | Venezuela | Politik

Venezuela verurteilt Anerkennung des libyschen "Übergangsrats" durch UNO

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Caracas/New York. Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro hat die Etablierung "vermeintlicher Regierungsautoritäten" in Libyen als illegal kritisiert, weil diese aus dem Krieg hervorgegangen sind. Das berichten lateinamerikanische Medien unter Berufung auf Äußerungen des Chefdiplomaten. "Um das ganz klar zu sagen: Wir weisen die Formierung angeblicher Regierungsautoritäten auf der Basis des Krieges, der Libyen aufgezwungen wurde, eindeutig zurück", sagte Maduro auf einer Pressekonferenz in Caracas.

Maduro reagierte damit auf die Anerkennung des "Übergangsrates" in Libyen durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen. Die bewaffneten Gegner der Staatsführung von Muammar Al-Gaddafi nehmen damit die Plätze des Landes in der UNO ein. Die Entscheidung fiel mit 114 Stimmen, 17 Gegenstimmen und 15 Enthaltungen. Maduro kritisierte daraufhin, der Übergangsrat werde "auf der Basis des illegalen Sturzes der vormaligen Staatsführung mittels einer imperialistischen Aggression" anerkannt.

Zuvor hatte die Afrikanische Union (AU) eine Anerkennung des international umstrittenen Gremiums aufschieben wollen. Die Position der AU war von dem linksgerichteten lateinamerikanischen und karibischen Bündnis ALBA unterstützt worden.

(ckli/pl)

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