23. Sep 2011 | Palästina | Venezuela | Politik

Unterstützung für Palästina aus Venezuela

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Caracas. Politische und soziale Organisationen haben in Venezuela Aktionstage für die Anerkennung Palästinas als unabhängigen Staat begonnen. Palästinas Souveränität soll während der aktuellen 66. Generalversammlung der UNO anerkannt werden. Israel und die USA wenden sich gegen dieses Ansinnen.

Nach Auskunft der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina riefen die an den Aktionstagen beteiligten Organisationen unter anderem zu einem Kolloquium über das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes auf. Am heutigen Freitag soll zudem eine Demonstration vor der Vertretung der UNO in Caracas stattfinden, um die Forderung nach der Anerkennung Palästinas in den Grenzen von 1967 zu unterstützen. Auch sprachen sich die venezolanischen Organisationen dafür aus, Ost-Jerusalem als die legitime Hauptstadt des neuen Staates anzuerkennen.

Palästina wäre der 194. Mitgliedsstaat der UNO. Erst Mitte Juli war der Südsudan als 193. Staat in die Weltorganisation aufgenommen worden.

Ende April 2009 war im Beisein des Außenministers der Palästinensischen Autonomiebehörde, Riad al-Malki, in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine palästinensische Botschaft eröffnet worden. Die Autonomiebehörde verfügte damit zum ersten Mal in der Geschichte über eine diplomatische Vertretung in dem südamerikanischen Land.

Die venezolanische Regierung hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zur Außenpolitik Israels geäußert und das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser verteidigt. Im Januar 2009 war der Botschafter Israels aus Venezuela ausgewiesen worden. Caracas protestierte mit dieser Maßnahme gegen den ihrer Meinung nach völkerrechtswidrigen Krieg Israels im Gaza-Streifen.

(hneu/pl)

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