27. Sep 2011 | Iran | USA | Venezuela | Politik

Freigelassene US-Bürger danken auch Linksintellektuellen und Chávez

DruckversionEinem Freund senden

New York. Shane Bauer und Josh Fattal haben sich nach ihrer Rückkehr in die USA am Sonntag (Ortszeit) öffentlich bei Venezuelas Präsident Hugo Chávez und ihm nahestehenden Prominenten für deren Bemühen um ihre Freilassung aus dem Iran bedankt. Zwar gebühre der Dank vor allem dem Sultan Qaboos von Oman, der auch die Kaution bereit gestellt haben soll, sowie dem Schweizer Botschafter im Iran, doch auch der Initiative von Schauspieler Sean Penn, Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, Friedensaktivistin Cindy Sheehan und anderen, gemeinsam mit Hugo Chávez auf die Regierung in Teheran einzuwirken, drückten die beiden 29-Jährigen ihren Dank aus.

Zuvor hatte das Außenministerium Venezuelas die bedeutende Rolle von Chávez bei der Freilassung der US-Bürger betont. Der venezolanische Staatschef pflegt seit Jahren enge Beziehungen zu US-Intelektuellen, die der Politik ihres Landes kritisch gegenüberstehen. Gleichzeitig zählt der Iran zu den Verbündeten Venezuelas in der Organisation Erdöl-exportierender Staaten (OPEC). US-Präsident Barack Obama vermied es laut Medienberichten im Gegensatz zu den Freigelassenen bisher, Venezuela als Teil der Vermittlungsmission zu nennen.

Shane Bauer und Josh Fattal waren am vergangenen Mittwoch nach über zwei Jahren Haft freigelassen worden. Im Sommer waren sie erst zu acht Jahren Gefängnis wegen illegalem Grenzübertritt und Spionage verurteilt worden. In seiner Stellungnahme am Sonntag sagte Shane Bauer nun, das ironische an den Vorwürfen sei, dass die ehemals Festgehaltenen die aggressive US-Politik gegenüber dem Iran ablehnten. Sie seien nur festgehalten worden, "weil wir US-Amerikaner sind".

(mgra/freethehikers.org)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Hugo Chávez

13. Mai | Venezuela | Politik | Wirtschaft

Chávez nach Rückkehr aus Kuba optimistisch zu Wirtschaftswachstum

Chávez bei der Ankunft in Caracas

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat sich nach seiner Rückkehr von einer Krebstherapie in Kuba optimistisch zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes geäußert. Nach seiner Ankunft auf dem militärischen Teil des Flughafens von Caracas sagte der linksgerichtete Politiker, dass in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum erreicht werden könne. … weiter >

Venezuela prüft Austritt aus OAS-Kommission für Menschenrechte

Schriftsteller Luis Britto García

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat die Regierung des Landes um den "unverzüglichen" Rückzug aus der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) gebeten. Die Kommission ist wegen ihrer Zugehörigkeit zur US-dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) umstritten. … weiter >

Sechster "Amerika-Gipfel" scheitert an Streit um Kuba und Malwinen

Immerhin ein Gruppenfoto gab es am Ende

Cartagena, Kolumbien. Nach zwei Tagen heftiger Debatten und mehreren Eklats ist der sechste sogenannte Amerika-Gipfel am Sonntag ohne eine Abschlusserklärung zu Ende gegangen. … weiter >