11. Okt 2011 | Belarus | Venezuela | Wirtschaft

Belarus und Venezuela fördern gemeinsam Erdöl

DruckversionEinem Freund senden

Caracas. Während der Reise des Vorsitzenden der Gemeinsamen Belarussisch-Venezolanischen Kommission, Wiktor Schejman, einigten sich das osteuropäische und das südamerikanische Land darauf, dass JV Petrolera BeloVenesolana fünf Ölblocks in Ost- und West-Venezuela ausbeuten darf, unter anderem in der Nähe des Maracaibo-Sees. So bekommt Belarus den Zuschlag für zwei Gasfelder im venezolanischen Bundesstaat Zulia (Lama Lago und Lama 1).

Darüber hinaus einigten sich die beiden Verhandlungspartner, Fahrzeuge zur Erfassung von seismischen Daten für den venezolanischen Ölförderkonzern PdVSA herzustellen. Das Joint Venture Bielovenezolana Sismica (Belorusneft 40%, PdVSA 60%) stellt eine Besonderheit in Lateinamerika dar: Die seismographische Firma ist das einzige staatliche Unternehmen seiner Art in der Region. So wird die Abhängigkeit Venezuelas von privaten Unternehmen dieser Sparte vermindert. Außerdem einigte man sich darauf, dass die Volksrepublik China ebenso an der Kooperation beteiligt wird.

Die Kooperation schlägt ein neues Kapitel in den venezolanisch-belarussischen Beziehungen auf. In der Zeit von Hugo Chavez' Amtsantritt im Jahr 1999 bis heute stieg das Handelsvolumen von nichts auf zwei Milliarden US-Dollar. Der belarussische Export nach Lateinamerika bedeutete 2000 noch ein Prozent des Außenhandels und 2009 schon drei Prozent.

(dnoa/belta.by/laht.com/embavenez.by)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Erdöl

24. Apr | Venezuela | Wirtschaft

Venezuela gegen höhere Förderquoten der OPEC

Tokio. Der venezolanische Ölminister Rafael Ramírez hat am Dienstag in Tokio Widerstand gegen eine mögliche Erhöhung der Förderquoten der Organisation Erdölproduzierender Länder (OPEC) angekündigt. … weiter >

YPF-Streit: Tunnelblick in Basel

Steht Argentiniens Regierung bei der geplanten Verstaatlichung alleine? Eine kurze Gegenrecherche

Basel/Buenos Aires. "Ich mach' mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt", sang Pipi Langstrump in Astrid Lindgrens Kinderbüchern. Nach dem gleichen Prinzip berichtet Sandro Benini für die Basler Zeitung über die geplante Verstaatlichung des Energieunternehmens YPF in Argentinien. Die Maßnahme stoße "überall auf Ablehnung", weiß Benini aus Mexiko-Stadt, rund 7.400 Kilometer von Buenos Aires entfernt, zu berichten. … weiter >

Zustimmung für YPF-Verstaatlichung aus Lateinamerika

Homepage des YPF-Konzerns

Buenos Aires. Im Streit um die Verstaatlichung der Anteile des spanischen Energiemultis Repsol am argentinischen YPF-Konzern bekommt die Regierung von Cristina Fernández zunehmenden Zuspruch aus der Region. … weiter >