14. Okt 2011 | Bolivien | Wirtschaft

Neue Kupfervorkommen in Bolivien entdeckt

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Corocoro. In der bolivianischen Kleinstadt Corocoro etwa 110 Kilometer südwestlich von La Paz wurde ein neues Vorkommen von geschätzten 100 Millionen Tonnen Kupfer entdeckt. Wie ein Regierungssprecher am Dienstag erklärte, soll das bolivianisch-südkoreanische Joint Venture Corocobre, eine Tochtergesellschaft des südkoreanischen Unternehmens Kores, mit dem Abbau beauftragt werden. Dessen Präsident Youn Hwan Moon schätzt, dass seine Firma mindestens 500.000 Tonnen des Vorkommens abbauen könnte.

In Bolivien müssen neue Minenprojekte per Gesetz zusammen mit der staatlichen Vereinigung bolivianischer Minenarbeiter (Comibol) durchgeführt werden, was dem Staat eine Gewinn-Beteiligung von 55 Prozent garantiert. "Der Gegenwert des abbaubaren Vorkommens beträgt etwa vier Milliarden US-Dollar", schätzt der Präsident von Comibol, Hector Cordoba. Seiner Einschätzung nach wird der Abbau des Vorkommens 18 Jahre in Anspruch nehmen. Comibol und die bolivianische Regierung erhoffen sich eine jährliche Fördermenge von etwa 30.000 Tonnen Kupfer.

Des weiteren wurden in dem Vorkommen Kupfer-Mineralien wie Mangan, Silber und Indium gefunden, was "den Fundort noch reicher macht", so Cordoba. Mit Gesamtinvestitionen in Höhe von etwa 200 Millionen US-Dollar könnte der Abbau des Vorkommens bereits 2012 beginnen. Laut Cordoba sei das die größte Summe, die Südkorea je in ein Projekt in Lateinamerika investiert hat.

(jgos/tsur/cambio/menafn.com)

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