14. Okt 2011 | Venezuela | Menschenrechte

Venezuela feiert 519 Jahre Indigenen Widerstands

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Caracas. Anlässlich des 519. Jahrestages des Beginns der Eroberung Lateinamerikas durch die Spanier hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez die Rückgabe von insgesamt 15.808 Hektar Land an Gemeinden der indigenen Volksgruppe Yukpa erlassen. In der Region der Sierra Perijá an der Grenze zu Kolumbien fordern indigene Gemeinden der Wayuu, Yukpa und Bari mit Berufung auf die Verfassung von 1999 die Rückgabe ihrer Territorien. Auch wegen den in der Region virulenten Konflikten zwischen den kolumbianischen Bürgerkriegsparteien, venezolanischen Großgrundbesitzern und transnationalen Bergbauunternehmen, verlief die Rückgabe von Landbesitz an die Gemeinden durch staatliche Stellen aus Sicht der indigenen Bevölkerung Venezuelas bisher eher zögerlich.

Seit 2002 wird in Venezuela der 12. Oktober als "Tag des Indigenen Widerstands" gefeiert. Zuvor war dieser gesetzliche Feiertag, wie in den anderen Ländern Lateinamerikas, als sogenannter "Tag der Rasse" begangen worden. 1912 hatte der damalige Präsident der Ibero-Amerikanischen Unión, der Spanier Faustino Rodríguez-San Pedro, den Tag der Landung Christopher Kolumbus' in der Karibik als Feiertag zum Ausdruck der spanisch-lateinamerikanischen Verbundenheit eingeführt. In Spanien wird der 12. Oktober als Nationalfeiertag begangen. 

Mit einer Großdemonstration in Caracas erinnerten indigene Bewegungen am Donnerstag an den 519. Jahrestag der Landung der Spanier in den Amerikas. Jean Carlos Velásquez, einer der Anführer der Arekuna-Gemeinde erinnerte während des Protestzugs an die weiterhin offenen Wunden der Entdeckung Amerikas: "Dies ist kein Tag der Freude, sondern ein Tag der Erinnerung an die Verletzungen unserer Vorfahren durch die Invasoren."

(jull/AVN/Co-Car)

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