14. Okt 2011 | Deutschland | Kuba | USA | Politik

Kuba: Botschafter in Berlin fordert Schutz für Mitglied der Cuban Five

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Berlin/Havanna. Nach der Haftentlassung eines Mitglieds der Cuban Five in den USA hat der Botschafter des sozialistischen Karibikstaates in Deutschland, Raúl Becerra Engaña, auch die Entlassung der übrigen inhaftierten Kubaner aus US-Gefängnissen gefordert. Zugleich protestierte der Diplomat gegen die Entscheidung der US-Justiz, gegen den nun freigelassenen René González eine dreijährige Ausreisesperre zu verhängen. In dieser Zeit wird González mit einer elektronischen Fußfessel überwacht.

Bei den Cuban Five handelt es sich um eine Gruppe fünf politischer Gefangener aus Kuba in den USA. Sie wurden 1998 inhaftiert, weil sie im Auftrag kubanischer Behörden gewaltbereite Gruppen des rechtsgerichteten Exils überwacht haben. Der Fall belastet seit Jahren zusätzlich das Verhältnis zwischen Havanna und Washington.

Im Gespräch mit amerika21.de verteidigte der kubanische Botschafter nun den Einsatz der Männer, "die lediglich mit großem Mut ihr Land verteidigt haben". Nach der Haftentlassung von González nach 13 Jahren würde die internationale Kampagne für die Cuban Five verstärkt weitergeführt, so Becerra.

Zugleich machte er die US-Behörden für die Sicherheit von González verantwortlich. In den USA sei der nun aus der Haft Entlassene als ehemaliger Mitarbeiter der kubanischen Sicherheitsbehörden ein leichtes Ziel für gewaltbereite Gruppen des Exils. "Die US-Behörden sind verantwortlich für alle etwaigen Geschehnisse", so Becerra.

(hneu/a21)

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