20. Okt 2011 | Brasilien | Politik | Umwelt | Wirtschaft

Brasilien: Drei ungemeldete Störfälle in Urananreicherungsanlage

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Rio de Janeiro. In der brasilianischen Urananreicherungsanlage Fábrica de Combustível Nuclear (FCN) in Resende im Bundesstaat Rio de Janeiro ist es in den letzten drei Jahren zu Zwischenfällen gekommen, die nicht der Öffentlichkeit bekannt gegeben wurden. Dies wurde erst am gestrigen Mittwoch durch einen Bericht der Tageszeitung Correio Braziliense bekannt. Der Correio berichtet in seiner Mittwochausgabe, dass es sich dabei um zwei Chemievorfälle, aber auch um einen Vorfall mit angereichertem Uran gehandelt habe. Der Correio beruft sich dabei auf der Zeitung vorliegende interne Mitarbeiter-Emails.

Bei dem laut Correio Braziliense am 14. Juli 2009 ausgetretenen angereicherten Uran habe es sich um gasförmiges Urandioxid (UO2) gehandelt, dass aus einer Maschine unplanmäßig austrat und auf den Boden fiel. Ein Austritt in die Umwelt sei nicht erfolgt, und auch Mitarbeiter seien nicht gefährdet gewesen, zitiert die Zeitung den Leiter der Fabrikanlage. Der Leiter der Abteilung für Uranbrennstoffproduktion, Samuel Fayad Filho, sagte dem Correio, dass "das Uran in einem hermetisch abgeriegelten Raum" war und nicht in die Umwelt gelangte. Gleichwohl räumte er "Fehler" in den Produktionsanlagen ein.

Ein vom Correio daraufhin befragter Mitarbeiter der brasilianischen Bundesregierung versuchte den Vorfall ebenfalls herunterzuspielen. Der Mitarbeiter, der seinen Namen nicht genannt haben wollte, sagte dem Correio Braziliense: "Das erscheint mir kein schwerwiegendes Problem zu sein, weil ja nicht einmal das Präsidialamt darüber informiert wurde". In der Anlage der Fábrica de Combustível Nuclear (FCN) in Resende reichert Brasilien derzeit Uran auf vier Prozent an.

(crus/Correio Braziliense)

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