19. Nov 2011 | Venezuela | Soziales

Venezuela: Kindergeld für ärmere Familien geplant

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Caracas. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Dienstag angekündigt, ein Kindergeld für ärmere Familien einführen zu wollen. Erhalten sollen es Kinder bis zum Alter von 15 Jahren, die in extremer Armut leben und Kinder mit Behinderung. Die betroffenen Familien sollen laut Chávez ab 2012 für bis zu drei Kinder monatlich je 300 Bolívares (gut 50 Euro) bekommen. Familien, in denen Kinder oder Jugendliche mit Behinderung leben, erhalten demnach 600 Bolívares. Zur Ermittlung der Empfänger solle baldmöglichst eine Registrierung beginnen, so der Staatschef. Zusätzlich seien in näherer Zukunft weitere Maßnahmen geplant, um die extreme Armut zu minimieren.

Der oppositionelle Politiker Leopoldo Lopéz, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der Opposition bewirbt, warf Chávez vor, die Idee "geklaut" zu haben. Am Tag vor der Verkündung des Kindergeldes, sei dies eine der Forderungen in einer öffentlichen Debatte der oppositionellen Präsidentschaftskandidaten gewesen.

Laut offiziellen Angaben gibt es in Venezuela 7,5 Millionen Menschen unter 15 Jahren. Über 1,3 Millionen davon leben in extremer Armut. Die extreme Armut ist in Venezuela seit dem Amtsantritt Chávez' 1998 von knapp 25 Prozent auf etwa sieben Prozent gesunken.

(tlam/tsur/un-ve)

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