22. Nov 2011 | Bolivien | Politik | Soziale Bewegungen

Bolivien: Morales setzt weiter auf Einheitspakt

DruckversionEinem Freund senden

Sucre. Drei der Organisationen des bolivianischen Einheitspaktes haben sich am Wochenende hinter Präsident Evo Morales gestellt. Bei dem Treffen von etwa 1.000 Repräsentanten aus sozialen Bewegungen des Landes in der nominellen Hauptstadt Sucre entschieden sich die Anwesenden, den Prozess des Wandels weiter zu unterstützen. Ebenso wollen sich die Aktivisten an der Formulierung einer neuen Agenda für den Dialog im Land beteiligen, die im Dezember beginnen soll.

An dem Treffen nahmen Vertreter aller Organisationen des Paktes teil, worauf Morales in seiner Rede besonders einging. Er sagte, dass er sich über einige Medien geärgert habe. Diese hätten davon gesprochen, der Einheitspakt sei zu einem Drilling geworden. Hintergrund war die Spaltung des Paktes bei den Protesten gegen die Nationalstraße durch das Indigene Territorium Nationalpark Isiboro Sécure (TIPNIS) von August bis Oktober dieses Jahres auseinander zu brechen. Allerdings nahmen die führenden Vertreter der Hochland- und der Tiefland-Indigenen, CONAMAQ und CIDOB, nicht an dem Treffen am Wochenden teil. Aus diesen Verbänden waren nur Vertreter der Basis anwesend.

Die Landarbeitergewerkschaft CSUTCB, die Organisation indigener Bäuerinnen “Bartolina Sisa” CNMCIOB BS sowie der Zusammenschluss interkultureller Comunidades (Gemeinschaften) Boliviens CSCIB stärkten hingegen dem Präsidenten einmütig den Rücken. Aufgrund der Abwesenheit der Führung der beiden Verbände CONAMAQ und CIDOB konstatierten bolivianische Medien, dass der Pakt gespalten bleibe.

(hbut/cambio/la-prensa)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Indígenas + Evo Morales + TIPNIS

Mehr Eindringlinge als Indigene in Schutzgebiet

Junger Awá-Mann

Angehörige der Awá-Volksgruppe Im brasilianischen Bundesstaat Maranhão von Auslöschung bedroht

Brasilia. Die brasilianische Indigenenbehörde Funai hat neue Erhebungen veröffentlicht, nach denen die Volksgruppe der Awá-Indianer im Bundesstaat Maranhão massiv bedroht sind. Geschätzte  … weiter >

Chilenisches Gericht spricht Mapuche frei

Im Gerichtssaal

Santiago de Chile. Ein Gericht im chilenischen Angol hat sieben Mitglieder der Mapuche-Volksgruppe aus Chequenco von den Vorwürfen freigesprochen, vor zwei Jahren einen Bombenanschlag auf ein Fahrzeug eines Forstunternehmens begangen zu haben. Das Fahrzeug war am 14. Juli 2010 von Unbekannten angegriffen worden. … weiter >

Bolivianischer Gesundheitskonflikt kurz vor Lösung

La Paz. In Bolivien steht eine Lösung des Konflikts im Gesundheitssektor kurz bevor. Gesundheitsminister Martín Maturano ist optimistisch, dass sich sowohl mit dem seit fast zwei Monaten streikenden Krankenhauspersonal als auch mit dem Gewerkschaftsdachverband COB noch diese Woche eine Lösung finden lässt. … weiter >