23. Nov 2011 | Venezuela | Medien | Politik

Kritik an rassistischem Kommentar von Telesur-Journalisten

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Buenos Aires/Caracas. Der Dachverband der jüdischen Organisationen in Venezuela (CAIV) hat in einer Erklärung die Entlassung eines Journalisten des multistaatlichen Fernsehsenders Telesur gefordert, nachdem dieser über den Mikrobloggingdienst Twitter einen antisemitischen Kommentar verfasst hat. Am 6. November hatte Manuel Antéliz den Medienauftritt des venezolanischen Sportlers jüdischen Glaubens, Maikel Melamed, beim Marathon in New York kommentiert: "Los jetzt, Maickel, das ist reine MODE... Wenn er nicht Jude, Millionär und medientauglich wäre, würden sie ihm auf der Straße lediglich Kleingeld hinwerfen". Melamed leidet infolge einer Polio-Erkrankung an Lähmungen.

In ihrer Stellungnahme gegenüber der venezolanischen Presse bezeichnete die CAIV den Kommentar als "Beleg für eine Einstellung des Hasses und Rassismus´". Antéliz´ habe damit zudem "klar gegen bestehende venezolanische Gesetze verstoßen". Das gegenüber der venezolanischen Regierung deutlich kritisch eingestellte Simon-Wiesenthal-Zentrum mit Sitz in Buenos Aires forderte in einem Brief an Venezuelas Kommunikationsminister und Telesur-Chef Andrés Izarra die Entlassung des Journalisten.

Auch in dem linken venezolanischen Basisforum aporrea.org sorgte der Twitter-Beitrag von Antéliz für Kritik. Der Journalist hatte den beanstandeten Eintrag inzwischen gelöscht, allerdings dauerte die Debatte auf Twitter mehrere Tage an.

(hneu/caiv/unoticias)

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