1. Dez 2011 | Kolumbien | Venezuela | Politik

Kolumbiens Ex-Präsident gibt Ratschläge an venezolanische Rechte

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Caracas. Der frühere kolumbianische Präsident Álvaro Uribe hat die rechte Opposition in Venezuela aufgefordert, im Vorfeld des Celac-Gipfeltreffens gegen die Intensivierung der Beziehungen zwischen den aktuellen Präsidenten Kolumbiens und Venezuelas, Manuel Santos und Hugo Chávez, öffentlich Stellung zu beziehen. Das Celac-Gipfeltreffen findet am kommenden Wochenende in Caracas statt und gilt als ein Meilenstein der Bemühungen um die Intergration Lateinamerikas. Hierzu reist neben elf weiteren lateinamerikanischen Präsidenten auch Santos an.

Die kolumbianische TV-Nachrichtensendung CM& verbreitete vergangene Woche Tonmitschnitte von Gesprächen zwischen Uribe und Mitgliedern des venezolanischen Oppositonsbündnisses MUD, in denen Uribe die rechten Politiker auffordert, deutlich zu machen, dass sie nicht einverstanden sind mit Santos' "freundschaftlicher Haltung" gegenüber Hugo Chávez. Unter den Gesprächsteilnehmern aus Venezuela waren der sich als Präsidentschaftskandidat für die Wahlen 2012 bewerbende Pablo Medina und der Bürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma. "Warum macht ihr nicht eine öffentliche Erklärung in den Tagen vor dem Treffen, in der ihr sagt: Präsident Santos, wir sind fassungslos, wie sie 800 oder 400 Millionen US-Dollar mehr Gewicht geben als den demokratischen Werten. Die demokratischen Werte haben keinen Preis". Die Chavisten seien schlau und würden Santos als "nützlichen Idioten" benutzen, führte Uribe weiter aus.

Der vor knapp eineinhalb Jahren abgelöste Uribe war während seiner Präsidentschaft ein Wegbereiter des "Plan Colombia", der von den USA inspiriert war, Kolumbien militarisierte und als US-Stützpunkt inmitten der Linksentwicklungen in den umliegenden lateinamerikanischen Ländern etablieren sollte.

(mand/Telesur/venezuelanalysis)

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