4. Dez 2011 | Amerikas | Bolivien | Politik | Wirtschaft

Evo Morales: Lateinamerika muss sich von USA und EU lösen

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Caracas. Boliviens Präsident Evo Morales hat am Ende des Gründungsgipfels der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas für einen Ausbau der Wirtschaftskontakte des Staatenblocks plädiert. Die bislang starke Abhängigkeit der krisenbelasteten Märkte der USA und der EU brächten auch die Stabilität Lateinamerikas und der Karibik in Gefahr, sagte Morales in einem Interview mit dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur. Zugleich plädierte der bolivianische Staatschef dafür, dass sich die Celac an den Forderungen der sozialen Bewegungen der Mitgliedsstaaten orientiert.

Die Gründung der Celac – der nun zweitgrößten Regionalorganisation neben der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) – bezeichnete Morales als "Hoffnung für die Völker Lateinamerikas und der Karibik". Inmitten der andauernden Weltwirtschaftskrise hätten sich "die vom Imperium (gemeint sind USA, d. Red) gespaltenen und ausgebeuteten Staaten zusammengetan". In der Celac werde man sich für gemeinsame Ziele einsetzen und die ideologischen Differenzen untereinander respektieren, so Morales.

(ckli/tsur)

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