5. Dez 2011 | Argentinien | Russland | Militär

Argentinien kauft russische Militärhubschrauber

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Buenos Aires. In Argentinien sind diese Woche erstmals russische Militärhubschrauber angekommen. Sie sind vom russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport an das argentinische Militär verkauft worden, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Die Maschinen des Typs Mi-171E werden weltweit eingesetzt, meist als Militärhubschrauber. Manche Varianten werden auch zivil genutzt, so unter anderem für Search and Rescue-Einsätze (SAR, Suche und Rettung). Das argentinische Militär will die neuen Helikopter für die Versorgung der Antarktis-Stationen sowie für Rettungseinsätze nutzen. Hubschrauber des Typs Mil Mi-17 nutzen in Lateinamerika unter anderem Bolivien, Kolumbien, Kuba, Ecuador, Mexiko, Nicaragua, Peru und Venezuela.

Die argentinisch-russischen bzw. argentinisch-sowjetischen Beziehungen haben eine lange Vorgeschichte. Schon das Russische Zarenreich hatte diplomatische Beziehungen zu dem südamerikanischen Land. Die Sowjetunion exportierte in den 1930er Jahren Öl nach Argentinien unter dem Weltmarktpreis. Der erste argentinische Botschafter wurde 1947 nach Moskau entsandt. In Argentinien fand die erste sowjetische wissenschaftlich-technische Ausstellung statt.

Im Verlauf des Kalten Krieges unterhielt die Sowjetunion zeitweise eine präferierte Stellung im argentinischen Außenhandel. 1980 gingen 60 Prozent der argentinischen Getreideexporte in die Sowjetunion. Im Falklandkrieg unterstützten Teile der sowjetischen Generalität die argentinische Militärjunta mit Satellitenaufklärungsdaten.

Im Jahr 2010 fand der erste Besuch eines russischen Staatsoberhauptes in Argentinien statt. Präsident Dimitri Medwedew und Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner unterzeichneten Abkommen in den Bereichen Atom, Sport, Tourismus, Weltraum, Eisenbahn, Forstwirtschaft und Rüstung.

(dnoa/rian)

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