8. Dez 2011 | Kolumbien | Militär | Politik

Kolumbien: FARC kündigen nach Protesten weitere Freilassungen an

DruckversionEinem Freund senden

Bogotá. Die kolumbianische Guerillaorganisation FARC hat die Freilassung weiterer gefangener Polizisten und Militärs angekündigt. Eine entsprechende Erklärung wurde unmittelbar nach Massenprotesten gegen die älteste und größte Rebellenorganisation Lateinamerikas veröffentlicht.

In Kolumbien hatten Mitte der Woche tausende Menschen für die Freilassung der Gefangenen der Guerilla protestiert. Die FARC versuchen seit Jahren vergebens, ein humanitäres Abkommen über einen Gefangenenaustausch mit den wechselnden Regierungen des Landes zu schließen. Wie die Vorgängerregierung unter dem rechtskonservativen Álvaro Uribe fordert auch die aktuelle Staatsführung unter Präsident Juan Manuel Santos von der Guerilla eine einseitige Freilassung ihrer Gefangenen.

Dieser Forderung schlossen sich nun die Demonstrationsteilnehmer in Bogotá und anderen Städten Kolumbiens an. Sie drängten mit den Protesten auf die Freilassung der bis zu 103 Gefangenen der FARC. Nur wenige Stunden später reagierten die Rebellen mit der Ankündigung, weitere Gefangene zu entlassen. Sie antworteten damit auch auf die Bitte einer Gruppe von Aktivistinnen unter Leitung der kolumbianischen Friedensaktivistin und Ex-Senatorin Piedad Córdoba.

(hneu/farc)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: FARC + Protest + Juan Manuel Santos

Bildungsproteste in Chile flammen wieder auf

Studierende und Schüler gehen in Chile wieder auf die Straße

Santiago de Chile. In Chile sind in dieser Woche erneut zehntausende Schüler und Studenten auf die Straße gegangen, um für weitreichende Reformen des Bildungssystems zu demonstrieren. … weiter >

18. Mai | EU | Kolumbien | Politik

EU-Parlament untersucht Spionage-Angriff Kolumbiens

Europaabgeordneter Jürgen Klute

Brüssel. Die Unterkommission für Menschenrechte des Europäischen Parlaments hat sich in einer Anhörung mit dem Spionage-Angriff des ehemaligen kolumbianischen Geheimdienstes DAS befasst. Nach Auskunft der Linksfraktion GUE/NGL stand die Kommission auf einer Liste von Personen und Organisationen, die durch gezielte Beeinflussung der Öffentlichkeit diskreditiert werden sollten. … weiter >

Streit um Militärgerichtsbarkeit in Kolumbien

Kolumbiens Armee

Schicksal der Justizreform nach wie vor unklar. Militärs sollen sich selbst überwachen – trotz massiver Verbrechen

Bogotá. Die Zukunft der Justizreform in Kolumbien ist wegen umstrittener Sonderrechte für das Militär weiter unklar. … weiter >