11. Dez 2011 | Brasilien | Politik

Plebiszit über die Dreiteilung des brasilianischen Bundesstaats Pará

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Brasília. Die Wähler des brasilianischen Bundesstaates Pará sollen heute in einem zweiteiligen Plebiszit über die Schaffung zwei neuer Bundesstaaten abstimmen. Die 4,8 Millionen wahlberechtigten Bürger entscheiden über die Abspaltungen der Regionen Tapajós und Carajás von Pará. Letzten Umfragen zufolge zeichnet sich eine Ablehnung der Abspaltung ab.

Der nach der Fläche zweitgrößte Bundesstaat Brasiliens, Pará, belegt 16 Prozent des brasilianischen Territoriums und ist damit rund doppelt so groß wie Frankreich. Regierungssitz und Hauptstadt des gegenwärtigen Bundesstaates Pará ist das 2,3 Millionen Einwohner zählende Belém. Die Ausbeutung der mineralischen Ressourcen in der Carajás-Region ist Hauptpfeiler der Wirtschaft des Landes.

"Es ist doch sonnenklar, dass es hierbei um einen Streit um die Ressourcen der Region geht", erläuterte Raimundo Gomes vom gewerkschaftlichen Forschungs- und Bildungszentrum Cepasp der linken Wochenzeitschrift Brasil de fato. In der Carajás-Region befindet sich bei Parauapebas die weltgrößte Eisenerzmine: das Projeto Grande Carajás. Dieses seit 1980 ausgebeutete Gebiet erstreckt sich auf 900.000 Quadratkilometer, was einem Zehntel der Landesfläche ganz Brasiliens entspricht. Neben Eisenerzen finden sich in der Region auch Kupfer, Nickel, Bauxit, Mangan und Gold.

(crus/brasil de fato)

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