27. Dez 2011 | Argentinien | Soziales | Wirtschaft

Argentinien begrenzt Landkauf durch Ausländer

DruckversionEinem Freund senden

Buenos Aires. Der Senat in Argentinien hat eine Gesetzesinitiative der Regierung von Präsidentin Cristina Fernández gebilligt, mit dem der Erwerb von Land durch ausländische Staatsbürger begrenzt wird. Vor allem der Landwirtschaftsminister Norberto Yauhar hatte sich in den vergangenen Monaten vehement für diese Regelung eingesetzt. In ihrer letzten Sitzung bestätigten 62 Mitglieder des Senats das Gesetz nun bei nur einer Gegenstimme.

Wie in anderen Ländern Lateinamerikas und der Karibik schafft auch in Argentinien der Großgrundbesitz nach wie vor enorme soziale Probleme. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise und der zunehmenden Spekulation mit Nahrungsmitteln hat in diesem Zusammenhang zudem das so genannte Landgrabbing – der massive Aufkauf von Ackerland – in Lateinamerika für Unruhe gesorgt.

Das neue Gesetz in Argentinien regelt nun, dass maximal 15 Prozent des Landes in ausländischer Hand sein kann. Nicht mehr als 30 Prozent dieses Bodens darf in den Besitz von Personen oder Institutionen einer bestimmten Nationalität übergehen. Ausländische Landeigner können fortan nicht mehr als 1.000 Hektar Land besitzen, abweichende Regelungen können die zuständigen Agrarbehörden erlassen. Grund und Boden kann nicht in ausländischen Besitz übergehen, wenn er Wasserreserven beherbergt, berichtet die argentinische Nachrichtenagentur Télam.

(hneu/telam)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Landreform + Landwirtschaft

22. Mai | Kuba | Wirtschaft

Kubas Agrarbranche gewinnt an Effizienz

Soll effizienter werden: Kubas Landwirtschaft

Rund 80 Prozent der im Land konsumierten Agrarprodukte werden in Kuba produziert. Agrarverband weist auf weiter bestehende Defizite hin

Havanna. Kubas Bauern produzieren nach mehreren Reformen in der Agrarwirtschaft inzwischen 78 Prozent des nationalen Bedarfs. … weiter >

17. Mai | Mexiko | Umwelt | Wirtschaft

Menschen aus Mais

Doña María und die Weltwirtschaft. Auszug aus dem Buch "Mexiko - Ein Länderporträt"

Doña María kommt fast jeden Tag aus Rancho Viejo auf den Mercado de Jauregi in Xalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz, um dort ihre handgemachten Tortillas zu verkaufen. … weiter >

6. Mai | Brasilien | Umwelt | Wirtschaft

Ein Drittel der Nahrungsmittel in Brasilien mit Agrargiften belastet

Milch ohne Agrargifte

Brasília. Ein Drittel der in Brasilien konsumierten Nahrungsmittel sind mit Rückständen von Pflanzenschutzmittel belastet. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die die brasilianische Gesundheitsorganisation Associação Brasileira de Saúde Coletiva (Abrasco) diese Woche in Rio de Janeiro vorgestellt hat. … weiter >