18. Jan 2012 | El Salvador | Menschenrechte | Politik

Funes entschuldigt sich für Massaker in El Salvador vor 30 Jahren

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El Mozote, El Salvador. Am Montag hat El Salvador den 20. Jahrestag des Friedensabkommens begangen. Mit dem Friedensschluss zwischen salvadorianischer Regierung und der linksgerichteteten FMLN fand im Januar 1992 der im Jahr 1981 begonnene Bürgerkrieg ein Ende, in dem etwa 80.000 Menschen getötet worden waren. Die Gedenkveranstaltung fand in dem Dorf El Mozote statt.

Präsident Mauricio Funes entschuldigte sich bei den Familien der über 1.000 zivilen Opfer, die 1981 in diesem Dorf durch Eliteeinheiten des Militärs ermordet worden waren. Auch wenn er selbst keine persönliche Verantwortung trage, müsse er als Präsident und Oberkommandierender der Armee die Beteiligung einer Armeeeinheit an diesem Verbrechen anerkennen und um Verzeihung bitten, sagte Funes. Er erklärte die Zeit des Vertuschens und der Leugnung schrecklicher Verbrechen für beendet.

Zum Zweck der Aufklärung wurde eine gemeinsame Kommission von Regierung und Opferangehörigen gebildet und eine Reihe von Entschädigungen beschlossen. Hierzu gehört, dass soziale Dienstleistungen eingerichtet oder verbessert, Arbeitsplätze geschaffen und die Infrastruktur ausgebaut werden. Außerdem sollen Gesundheitsteams eingerichtet werden, die sich um die physischen und psychischen Leiden der Opfer kümmern sollen. Funes kündigte weiterhin ein nationales Programm zur Entschädigung der Opfer von Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkriegs an. Der parteilose Mitte-Links Politiker Funes war im Juni 2009 als Kandidat der FMLN zum Präsidenten gewählt worden. 

(tsch/Telesur)

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