25. Jan 2012 | Brasilien | Menschenrechte | Politik

Brasilien: Holzfäller greifen unkontaktierte Indigene an

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Brasília. In Brasilien wurden Berichte über einen Angriff auf eine Gemeinde unkontaktierter Indígenas im nordöstlichen Bundesstaat Maranhão durch neue Untersuchungen bestätigt. Der Indigenenmissionsrat (CIMI), Brasiliens Anwaltskammer sowie die Menschenrechtsgesellschaft von Maranhão waren den Berichten eines Guajajara-Indigene nachgegangen, der die verbrannte Leiche eines Kindes sowie ein verlassenes Lager gefunden haben soll. Das Opfer gehörte demnach der Volksgruppe der Awá-Indigene an. Das Untersuchungsteam fand Beweise, dass Holzfäller nur 400 Meter vom Awá-Lager in dem Indigenenschutzgebiet tätig waren.

Die Awá sind eines der letzten Völker von Jägern und Sammlern in Brasilien. Die geschätzten 20 Mitglieder der betroffenen Gemeinde leben unkontaktiert. Insgesamt beläuft sich die Zahl der isoliert lebenden Awá in Brasilien auf rund 60.

Ihr Wald wird jedoch rapide abgeholzt. Das brasilianische Untersuchungsteam entdeckte vier Feuerstellen, Kletterseile und eindeutige Hinweise dafür, dass Mitglieder der Gruppierung in der Gegend nach Honig gesucht hatten. Der CIMI berichtet weiter, dass "Traktoren von Holzfällern durch das Awá-Lager gefahren sind und alles zerstört haben".

Brasiliens Indigenenschutzbehörde konnte die Angriffe bisher nicht bestätigen. Die Menschenrechtsorganisation Survival International berichtet jedoch von ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit und fordert Brasiliens Regierung auf, die Holzfäller umgehend aus dem Gebiet auszuweisen.

(abay/survival)

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