Malwinen: London schickt Zerstörer in Gewässer vor Argentinien

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London/Buenos Aires. Die britische Regierung setzt im Streit mit Argentinien um die Malwinen-Inselgruppe im Südatlantik auf militärische Mittel. Wie am Mittwoch bekannt wurde, entsendet die britische Kriegsmarine einen Zerstörer des Typs 45 vor die Gewässer Argentiniens.

Die HMS Dauntless gehört zu den modernsten dieser Kriegsschiffe in der britischen Flotte. Der Zerstörer verfügt unter anderem über Boden-Luft-Abwehrraketen des Typs Sea Viper. Die Entsendung der HMS Dauntless war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London jedoch vor der aktuellen Krise zwischen London und Buenos Aires entschieden worden. Zuvor war ein Zerstörer des gleichen Typs, die HMS Montrose, in den Gewässern vor Argentinien präsent.

Es sei ein "purer Zufall", zitiert die spanische Nachrichtenagentur EFE einen Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. Dennoch sorgte die Entscheidung für hohe Medienaufmerksamkeit, denn in den vergangenen Wochen hatte sich der Ton zwischen beiden Staatsführungen verschärft. Dennoch hielt das britische Militär auch an der Stationierung des Kronprinzen William fest.

Argentinien hatte im Disput um die kargen Inseln zuletzt bewirkt, dass die Mitgliedstaaten des südamerikanischen Wirtschaftsbündnisses Mercosur ihre Häfen für Schiffe unter der Flagge der "Falklandinseln", wie die Malwinen von Großbritannien genannt werden, sperren. Nach Presseberichten soll auf Initiative Argentiniens auch der Flugverkehr aus Südamerika erheblich eingeschränkt werden.

Argentiniens Innenminister Florencio Randazzo erklärte indes, dass der Anspruch auf die Malwinen eine "unumstößliche Staatspolitik" seines Landes sei. Die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner werde weiter darauf drängen, "dass sich Großbritannien an den Verhandlungstisch setzt". Die Regierung in Buenos Aires hatte sich mehrfach gegen einen militärischen Konflikt ausgesprochen.

(ckli/telam/pl)

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