10. Feb 2012 | Peru | Menschenrechte | Umwelt

Schutz unkontaktierter Völker: Peru verhaftet illegale Holzfäller

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Lima. Perus Ministerium für Schutzgebiete (SERNANP) hat bei einer Razzia im Manú-Nationalpark illegal geschlagenes Edelholz beschlagnahmt und eine Gruppe von Männern festgenommen. Das berichtete die Behörde am vergangenen Montag. Die Aktion folgte kurz nachdem neue Bilder einer unkontaktierten indigenen Gruppe im Manú Schutzgebiet ans Licht kamen.

Die Menschenrechtsorganisation Survival International und lokale Indigenenvertreter FENAMAD begrüßten die Aktion von SERNANP. Survival veröffentlichte erst letzte Woche neuer Bilder der Mashco-Piro-Indígenas in der Nähe der Holzfäller. Die Mashco-Piro seien in letzter Zeit vermehrt gesichtet worden. Es wird vermutet, dass sie durch Holzschlag und Ölforschung von ihrem Land verdrängt werden.

Die neuen Aufnahmen der Mashco-Piro entstanden zufällig im November durch den Wissenschaftler Diego Cortijo, der bei dem Matsigenka-Indigenen Nicolás 'Shaco' Flores am Rande von Manú übernachtete. Die Gefahren des Kontaktes mit indígenas aislados wurden nur wenige Tage später deutlich, als Flores von einem Pfeil der Mashco-Piro getötet wurde. Er hatte seit über 20 Jahren versucht, mit den Mashco-Piro Kontakt aufzunehmen.

(abay/Survival)

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