Arbeiter legen 80 Prozent der Häfen in Chile mit Warnstreik lahm

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Santiago de Chile. Die chilenischen Hafenarbeiter haben gestern einen 48-stündigen Streik zur Rückzahlung der hohen Einkommenssteuer beendet. Etwa 8.000 Hafenarbeiter waren in den Ausstand getreten, um die Rückzahlung der Steuer zu erreichen, die über Jahrzehnte ihre Löhne minderte. Die Sonderbesteuerung war per Dekret während der Militärdiktatur eingeführt und bis 2010 erhoben worden. Die Hafenarbeitergewerkschaft fordert bislang vergeblich die Rückzahlung von der Regierung. Das zuständige Innenministerium, an das sich die Gewerkschaften zuletzt gewandt hatten, hat noch nicht reagiert.

Landesweit wurden 80 Prozent der Häfen bestreikt. Dabei geht es auch um die prekäre Situation der Arbeiter in einzelnen Häfen. In Talcahuano beispielsweise protestierten die Hafenarbeiter dagegen, dass sie seit der Zerstörung des Hafens durch den Tsunami im Jahr 2010 ohne soziale Absicherung sind. Sie fordern deshalb einen Katastrophenfonds. Ebenso protestieren die Arbeiter gegen die prekäre Situation in den privatisierten Häfen. Dort sind viele von ihnen gekündigt worden und die Arbeitsbedingungen sind extrem unsicher. Der Sprecher des Rats der Hafenarbeitervereinigungen, Robinson Ávalos, kündigte für den kommenden Monat unbefristete Streiks an, sollte die Regierung auf die Forderungen nicht reagieren.

Studierende, Schüler und Gewerkschaften anderer Branchen solidarisierten sich mit den Hafenarbeitern.

(ksch/La Nación/El Ciudadano)

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